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Lang & Schwarz Aktie: 14,18 Prozent Minus nach PFOF-Verbot

Lang & Schwarz lädt zur Hauptversammlung: Rekordzahlen für 2025, aber Prognose gesenkt. Aktionäre blicken auf ein volatiles Jahr zurück.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hauptversammlung am 26. August
  • Dividende von 2 Euro je Aktie
  • Rekordhandelsvolumen von 334,3 Mrd. Euro
  • Prognose wegen PFOF-Verbot gesenkt

Die Aktionäre der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bereiten sich auf den nächsten wichtigen Termin im Finanzkalender vor. Am Mittwoch, den 26. August, findet die ordentliche Hauptversammlung des Unternehmens statt. Das Treffen bietet die Gelegenheit, ein außergewöhnlich volatiles Jahr Revue passieren zu lassen, das von operativen Rekorden einerseits und regulatorisch bedingten Prognoseanpassungen andererseits geprägt war.

Dividende und operative Rekorde

Ein zentraler Punkt der anstehenden Versammlung wird die Verwendung des Bilanzgewinns sein. Bereits im Februar hatte die Gesellschaft vorgeschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 2,00 Euro je Aktie auszuschütten.

Grundlage für diesen Vorschlag ist das bisher erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte. Nach Angaben der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft stieg das Handelsvolumen im Jahr 2025 um 179,5 Milliarden Euro auf insgesamt 334,3 Milliarden Euro an.

Parallel dazu erhöhte sich die Anzahl der ausgeführten Trades um knapp 80 Prozent auf 108,4 Millionen Abschlüsse. Diese enorme Marktaktivität schlug sich unmittelbar in den Finanzkennzahlen nieder: Das Rekordergebnis aus der Handelstätigkeit belief sich auf 145,4 Millionen Euro, was einem Anstieg von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unter dem Strich stand ein Konzernüberschuss von 48,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 22,1 Millionen Euro erzielt worden waren.

Wechselbad der Gefühle im laufenden Jahr

Der Start in das laufende Jahr 2026 verlief zunächst nahtlos erfolgreich. Im Mai meldete das Unternehmen ein Rekordergebnis für das erste Quartal und sprach von einem sehr positiven Beginn des zweiten Jahresviertels. Doch diese Dynamik wurde durch externe Faktoren gebremst.

Vor über einem Monat sah sich das Management gezwungen, die Prognose für das Gesamtjahr 2026 anzupassen. Hintergrund dieser Ad-hoc-Mitteilung waren die Auswirkungen des Verbots von Rückvergütungen für die Orderweiterleitung, dem sogenannten Payment for Order Flow (PFOF).

Diese Nachricht belastete den Aktienkurs spürbar. Unmittelbar nach der Bekanntgabe Anfang Juli notierte das Papier bei 23,60 Euro, was einem Rückgang von 14,18 Prozent entsprach. Seit dieser Anpassung hat der Wert insgesamt rund 13,3 Prozent verloren, wobei sich das Papier in den vergangenen Wochen stabilisieren konnte.

An der Börse zeigt sich zuletzt eine deutliche Erholung von den Tiefstständen des Sommers. Vom 52-Wochen-Tief, das am 14. Juli bei 14,35 Euro markiert wurde, hat sich der Kurs inzwischen wieder deutlich abgesetzt und notiert 36 Prozent über dieser Marke. Zum Handelsschluss am Freitag stand die Aktie bei 19,50 Euro.

Trotz der Herausforderungen durch die veränderten Rahmenbedingungen im Brokerage-Geschäft spiegelt die aktuelle Kursentwicklung von plus 30 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage ein zurückkehrendes Vertrauen der Marktteilnehmer wider. Die kommende Hauptversammlung wird zeigen, wie das Management die künftige Strategie ohne die bisherigen PFOF-Einnahmen ausgestaltet.

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Diskussion zu Lang & Schwarz

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.