Die EU hat Anfang Januar die Übernahme des EMEA‑Geschäfts von Landis+Gyr durch den Private‑Equity‑Investor Aurelius freigegeben. Damit ist eine der letzten Bedingungen für den Vertragserfolg erfüllt und der Abschluss der Transaktion rückt näher. Welche konkreten Auswirkungen hat das auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens?
Wesentliche Fakten auf einen Blick:
– Käufer: Aurelius (Private Equity)
– Transaktionswert: 215 Mio. USD
– Umfang: Zählerportfolio (Strom, Gas, Wärme, Wasser), zugehörige Software & Dienstleistungen
– Betroffen: fünf Produktionsstätten, rund 2.700 Mitarbeiter
– Zeitplan: Abschluss voraussichtlich im zweiten Quartal 2026
Details der Transaktion
Die Veräußerung des Europa‑, Nahost‑ und Afrikageschäfts war Ende September 2025 angekündigt worden. Die EU‑Genehmigung bildet eine der letzten noch ausstehenden Bedingungen für den Deal. Das verkaufte Portfolio umfasst sowohl Hardware (Haushalts-, Industrie‑ und Gewerbezähler) als auch integrierte Softwarelösungen und Services, die den operativen Betrieb in der Region abdecken.
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Strategische Folgen
Landis+Gyr verfolgt mit dem Verkauf eine gezielte Neuausrichtung: Das Unternehmen will sich stärker auf margenstärkere Software‑ und Dienstleistungsangebote in Amerika und im asiatisch‑pazifischen Raum konzentrieren. Diese Zielsetzung hatte das Management bereits durch das Einstellen des EMEA‑Ladeinfrastruktur‑Geschäfts und entsprechende Wertberichtigungen für 2024 vorbereitet. Die Personal‑ und Produktionskapazitäten in EMEA gehen an Aurelius über; Landis+Gyr reduziert damit sein operatives Exposure in der Region.
Die Personal- und Produktionsübergabe könnte kurzfristig organisatorische Belastungen bringen, jedoch stellt die Transaktion einen klaren Schritt zur Fokussierung der Ressourcen dar. Eine geplante mögliche Börsnotierung in den USA bis 2026 bleibt Teil der Strategie zur Stärkung der Präsenz in den Kernmärkten.
Ausblick
Mit der EU‑Zusage ist der Weg für den vertraglichen Abschluss geebnet; der Vollzug wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Konkretere Hinweise zur finanziellen Auswirkung und zum Fortschritt der strategischen Maßnahmen dürfte das Trading‑Update am 28. Januar liefern. Analysten hatten ihren Konsens zuletzt im Dezember 2025 angepasst; detaillierte Neubewertungen nach Abschluss der Transaktion sind wahrscheinlich.
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