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Lam Research Aktie: 600 Millionen China-Umsatz weg

Lam Research verzeichnet massiven Kursverlust. Belastungsfaktoren sind die abkühlende KI-Nachfrage und US-Exportbeschränkungen für China.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie bricht um zehn Prozent ein
  • KI-Investitionswut lässt nach
  • China-Restriktionen kosten Millionen
  • Insider verkaufen Anteile

Der Halbleitermarkt ordnet sich neu. Bei Lam Research reagierten Anleger am Freitag mit einem massiven Abverkauf. Der Kurs brach um gut zehn Prozent auf 351,41 US-Dollar ein. Der Anlagenbauer leidet aktuell unter mehreren Belastungsfaktoren.

KI-Euphorie kühlt ab

Die gesamte Branche überdenkt derzeit ihre Investitionen in die KI-Infrastruktur. Auslöser sind Berichte über Verzögerungen bei wichtigen Schlüsselkunden. Branchengrößen wie SK Hynix drosseln offenbar den Hochlauf der neuen HBM4-Speicherchips.

Parallel dazu passen große Technologiekonzerne ihre Cloud-Strategien an. Das weckt Zweifel an der Nachhaltigkeit des aktuellen Ausrüstungsbooms. Für Lam Research markiert dies einen spürbaren Wendepunkt. Im Vorjahr wuchsen die Systemauslieferungen noch um 82 Prozent. Für 2026 erwarten Analysten nur noch ein Plus von rund drei Prozent.

China-Restriktionen belasten

Hinzu kommen regulatorische Hürden. US-Exportkontrollen für China kosten das kalifornische Unternehmen voraussichtlich rund 600 Millionen US-Dollar Umsatz. Der chinesische Markt bleibt unverzichtbar. Er steuert gut ein Drittel der Erlöse bei.

Die Folge: Unruhe im Management. CEO Timothy Archer trennte sich kürzlich von 30.000 Aktien. Auch Direktor Eric Brandt verkaufte Anteile im Wert von 19 Millionen US-Dollar. Solche Insiderverkäufe bei einem ambitionierten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 66 schüren weitere Skepsis am Markt.

Wichtige Termine im Juli

Trotz des jüngsten Rücksetzers steht die Aktie seit Jahresbeginn noch mit knapp 90 Prozent im Plus. Fällt der Kurs weiter, bietet die 50-Tage-Linie bei rund 321 US-Dollar eine mögliche Unterstützung. Das Kerngeschäft läuft ohnehin stabil. Der sogenannte Foundry-Bereich liefert mehr als die Hälfte der Systemumsätze.

Ende Juli legt Lam Research neue Quartalszahlen vor. Analysten rechnen mit einem Gewinn von 1,71 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll bei knapp 6,8 Milliarden US-Dollar liegen. Dieser Bericht muss belegen, ob das Unternehmen seine Margen im schwierigen Marktumfeld verteidigen kann.

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