Neue Analystenbewertungen zeichnen ein differenziertes Bild für den französischen Industriegase-Spezialisten. Während die Banken an ihren Kaufempfehlungen festhalten, warnen sie gleichzeitig vor kurzfristigen Belastungen. Die entscheidende Frage ist, ob das Unternehmen seine langfristigen Margenziele trotz Gegenwind erreichen kann.
Gemischte Signale von den Investmentbanken
Barclays bestätigte die Einstufung „Overweight“ und ein Kursziel von 195 Euro. Analyst Anil Shenoy sieht jedoch Herausforderungen: Er senkte die EBIT-Schätzung für das laufende Jahr, da ein schwächeres Umsatzwachstum im Kerngeschäft und ungünstige Wechselkurse die Dynamik bremsen. Diese Korrektur spiegelt die Unsicherheiten im globalen industriellen Umfeld wider.
Parallel dazu senkte die Deutsche Bank das Kursziel lediglich marginal von 208 auf 205 Euro und bekräftigte ihre „Buy“-Empfehlung. Analystin Virginie Boucher-Ferte prognostiziert für das vierte Quartal 2025 ein Wachstum von 2,2 Prozent – leicht über dem Marktkonsens. Dies unterstreicht die grundsätzliche Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells von L’Air Liquide.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei L'Air Liquide?
Der Fokus liegt auf der langfristigen Strategie
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die strategischen Ziele bis 2026. Das Unternehmen strebt eine kumulierte operative Margenverbesserung von 4,6 Prozentpunkten im Vergleich zu 2022 an. Für die Jahre 2025 und 2026 allein ist eine Beschleunigung um 2 Prozentpunkte geplant. Die Erreichung dieser Ambitionen hängt maßgeblich vom Erfolg der Digitalisierungsprogramme und der Expansion im Wasserstoffgeschäft ab.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Barclays Kursziel: 195 Euro (Overweight)
* Deutsche Bank Kursziel: 205 Euro (Buy)
* Erwartetes Q4-Wachstum 2025: 2,2 %
* Nächster Meilenstein: Veröffentlichung der Jahresergebnisse am 20. Februar 2026
Die Aktie notiert aktuell bei rund 157 Euro und damit deutlich unter den Analystenzielen, hat aber in den letzten 30 Tagen nur moderat um 1,6 Prozent nachgegeben. Die kommenden Jahreszahlen müssen zeigen, ob die operativen Einsparungen die Währungsverluste kompensieren können. Die Veröffentlichung am 20. Februar wird damit zum Lackmustest für die Glaubwürdigkeit der langfristigen Margenroadmap.
L'Air Liquide-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue L'Air Liquide-Analyse vom 9. Januar liefert die Antwort:
Die neusten L'Air Liquide-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für L'Air Liquide-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
L'Air Liquide: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
