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Symbolbild, KI-generiert

L3Harris Aktie: Gewinn rennt dem Umsatz davon

Der Gewinn je Aktie legte im dritten Quartal um 33 Prozent zu; das Cashflow-Ziel für 2026 blieb bei drei Milliarden Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz im dritten Quartal um sieben Prozent gestiegen
  • Gewinn je Aktie wuchs um 33 Prozent
  • Auftragsbestand erreichte 53,2 Milliarden Dollar
  • Cashflow-Ziel für 2026 unverändert bei drei Milliarden

L3Harris hat gestern ein deutlich stärkeres Gewinn- als Umsatzwachstum gemeldet und die Jahresprognose angehoben. Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg um 33%, der Umsatz legte um 7% zu. Die Quartalsbilanz verbindet damit höhere Ergebnisse mit einem Rekordauftragsbestand. Das Ziel für den freien Cashflow blieb allerdings unverändert.

Höherer Gewinn, unverändertes Cashflow-Ziel

Im dritten Quartal 2026 erzielte L3Harris einen Umsatz von 6,060 Milliarden $. Der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte 3,28 $. Medienberichten zufolge übertraf das Unternehmen damit die Gewinnerwartungen.

Für Anleger ist die unterschiedliche Entwicklung von Umsatz und Ergebnis ein wesentlicher Punkt: Der Gewinn je Aktie wuchs deutlich schneller als das Geschäft. Die angehobene Ergebnisprognose zeigt zudem, dass L3Harris nach dem Quartalsabschluss auch für das Gesamtjahr mehr erwartet.

Für 2026 hob das Unternehmen die Prognose für den Gewinn je Aktie nach Rechnungslegungsstandard GAAP auf 12,25–12,35 $ an. Damit setzt L3Harris nach den Quartalszahlen eine höhere Zielmarke.

Beim Mittelzufluss fällt die Botschaft zurückhaltender aus. L3Harris hob das Ziel für den freien Cashflow nicht parallel zur Gewinnprognose an. Ergebnisverbesserung und erwarteter Mittelzufluss liefern damit unterschiedliche Signale.

Die Umsatzprognose für 2026 liegt nun bei 23,5–23,7 Milliarden $. Das Unternehmen erhöhte dabei die Untergrenze der Spanne.

Am Ziel für den freien Cashflow hielt L3Harris fest. Die operative Verbesserung führt somit nicht zu einer entsprechend höheren Cashflow-Prognose – eine wichtige Einschränkung der ansonsten stärkeren Jahreserwartungen.

Unverändert erwartet das Unternehmen für 2026 einen freien Cashflow von 3 Milliarden $.

Aufträge stützen die Geschäftsperspektive

Neben dem Ergebnis trägt vor allem die Auftragsentwicklung die Quartalsbilanz. Sie liefert einen Anhaltspunkt für das künftige Geschäft, ist aber von bereits erzielten Umsätzen zu unterscheiden.

L3Harris meldete Auftragseingänge von 19,3 Milliarden $. Der Auftragsbestand erreichte mit 53,2 Milliarden $ einen Rekord.

Konkrete Vertragsmeldungen aus dem Oktober zeigen, welche Projekte das Unternehmen vorantreibt. Dabei reichen die Aufgaben von der Drohnenabwehr bis zur nächsten Entwicklungsphase eines Störsystems für die U.S. Navy.

Am 23. Oktober erhielt L3Harris einen dreijährigen Auftrag der U.S. Army über bis zu 60 Millionen $. Er betrifft die zweite Projektphase eines weitreichenden, manövrierfähigen Abfangsystems zur Drohnenabwehr.

Die Formulierung „bis zu“ bleibt dabei entscheidend: Der genannte Betrag ist eine Obergrenze. Der Auftrag ergänzt die Entwicklungsprogramme, ohne bereits vollständig realisierten Umsatz darzustellen.

Umsetzung rückt stärker in den Blick

L3Harris berichtete am 13. Oktober außerdem über den Beginn der Auslieferung von VAMPIRE-Drohnenabwehrsystemen an die U.S. Army. Die ersten Lieferungen folgten innerhalb von zwei Monaten auf einen Auftrag über 106 Millionen $.

Damit stehen neben neuen Entwicklungsaufträgen auch bereits angelaufene Lieferungen. Für Anleger ergibt sich aus der Quartalsbilanz eine klare Unterscheidung: Gewinnprognose und Auftragsbestand haben sich verbessert. Beim freien Cashflow setzt L3Harris dagegen weiterhin auf das bisherige Jahresziel.

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