Kyndryl gerät nach einer harten Herabstufung durch Zacks Research weiter in die Defensive. Der IT-Dienstleister kämpft mit schwachen Quartalszahlen, einer Führungskrise und juristischen Nachspielen wegen mangelhafter interner Kontrollen. Kann die neue KI-Sicherheitsoffensive in Indien den Abwärtstrend stoppen?
Schwache Zahlen und Analysten-Skepsis
Am Freitag stufte Zacks Research die Aktie auf „Strong Sell“ herab, was den Kurs zum Wochenschluss um 2,19 % auf 12,51 USD drückte. Die Analysten reagierten damit auf die jüngsten Geschäftszahlen für das dritte Quartal (Stichtag 31. Dezember 2025). Mit einem Gewinn je Aktie von 0,52 USD verfehlte Kyndryl die Markterwartungen von 0,60 USD deutlich. Auch der Umsatz lag mit 3,86 Milliarden USD unter den prognostizierten 3,89 Milliarden USD.
Die Stimmung am Kapitalmarkt hat sich im Februar merklich eingetrübt. Zuvor hatte bereits JPMorgan den Titel auf „Underweight“ herabgestuft, während Susquehanna das Kursziel massiv auf 16,00 USD zusammenstrich. Zwar liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten theoretisch noch bei 29,00 USD, doch die jüngsten Ratings spiegeln wachsende Zweifel an der kurzfristigen Erholung wider.
Schwere Mängel in der Governance
Die operativen Probleme werden von einer Krise in der Unternehmensführung überschattet. Bereits am 9. Februar brach der Kurs ein, nachdem Kyndryl erhebliche Schwachstellen in den internen Kontrollen einräumte. In diesem Zuge verließen Finanzchef David Wyshner und Chefjurist Edward Sebold das Unternehmen.
Ein am Dienstag veröffentlichter Nachtrag zum Quartalsbericht bestätigte, dass die Kontrollen im Cash-Management – speziell bei der Aufschiebung von Lieferantenzahlungen – unwirksam waren. Der Bericht kritisierte zudem die mangelhafte Führungskultur in der Finanzabteilung. Infolge dieser Enthüllungen haben mehrere Kanzleien Sammelklagen wegen Wertpapierbetrugs angekündigt.
Fokus auf Cyber-Sicherheit
Trotz der Turbulenzen treibt das Management die Neuausrichtung voran. Am Donnerstag eröffnete Kyndryl in Bengaluru ein neues „Cyber Defense Operations Center“. Die Anlage soll Netzwerk- und Sicherheitsabläufe integrieren und nutzt eine KI-basierte Plattform, um IT-Umgebungen automatisiert zu überwachen.
Das Unternehmen reagiert damit auf eine Marktlücke: Laut dem hauseigenen „Readiness Report 2025“ sind nur 31 % der Unternehmen ausreichend auf externe Geschäftsrisiken vorbereitet. Das Zentrum in Indien ist an die Plattform „Kyndryl Bridge“ angebunden und soll als Vorbild für eine weltweite Expansion dienen.
Am 13. April läuft die Frist für die Benennung des Hauptklägers in den anhängigen Sammelklagen ab. Bis zu diesem Termin dürfte die juristische Aufarbeitung der Kontrollmängel die Kursentwicklung ebenso maßgeblich beeinflussen wie die Fortschritte bei der operativen Sanierung.
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