KSB hat eine historische Hürde genommen. Erstmals in der Firmengeschichte setzte der Pumpenhersteller mehr als drei Milliarden Euro um. Trotz dieses Rekords agiert das Management für das laufende Geschäftsjahr mit Bedacht.
Die nun vorliegenden finalen Zahlen für 2025 bestätigen ein Umsatzwachstum von 2,3 Prozent auf 3,035 Milliarden Euro. Währungsbereinigt liegt das Plus sogar bei fünf Prozent. Der Auftragseingang kletterte parallel dazu auf einen neuen Bestwert von 3,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wasser-Sparte treibt Wachstum
Innerhalb des Konzerns zeigten sich im abgelaufenen Jahr deutliche Unterschiede in der Dynamik. Während das klassische Pumpengeschäft florierte, schwächelte die Service-Sparte leicht. Das Management führt dies auf eine geringere Nachfrage aus dem Bergbau- und Energiesektor zurück.
Die wichtigsten Eckpunkte der Segmente:
* Segment Pumpen: +6,1 % Auftragseingang (1.760 Mio. Euro)
* Absatzmarkt Wasser: +12,5 % Wachstum
* Segment Armaturen: +1,4 % Auftragseingang (413 Mio. Euro)
* KSB SupremeServ: -1,7 % Auftragseingang (1.031 Mio. Euro)
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IT-Transformation belastet Marge
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 3,2 Prozent auf 252,1 Millionen Euro. Die Marge lag damit bei 8,3 Prozent. Ein interner Umbau verhinderte ein noch stärkeres Ergebnis. Die Umstellung der IT-Systeme auf SAP S/4HANA kostete das Unternehmen im vergangenen Jahr 26,6 Millionen Euro an externen Gebühren. Ohne diese Sonderbelastung wäre die Profitabilität spürbar höher ausgefallen.
Unter dem Strich blieb ein Nettoergebnis von 166,4 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktionäre haben zuletzt positiv auf diese Entwicklung reagiert. Der Aktienkurs kletterte innerhalb einer Woche um fast sieben Prozent auf 1.066 Euro. Mit einem RSI von über 80 gilt das Papier technisch allerdings als überkauft.
Für das Jahr 2026 gibt sich der Vorstand vorsichtig. Er prognostiziert ein EBIT in einer Spanne zwischen 220 und 265 Millionen Euro. Marktbeobachter achten nun verstärkt auf die Entwicklung der Logistik- und Energiekosten. Im Mai 2026 steht die Hauptversammlung an. Dort stimmen die Aktionäre über den Dividendenvorschlag von 26,50 Euro je Stammaktie ab.
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