Rekordumsatz erstmals über drei Milliarden Euro – und trotzdem schicken Anleger die KSB-Aktie auf Talfahrt. Ein vorsichtiger Ausblick auf das laufende Jahr und eine unerwartet stagnierende Dividende treffen auf ein Marktumfeld, das nach der jüngsten Rally kaum Spielraum für Enttäuschungen ließ.
Rekordzahlen verblassen hinter Prognose
Operativ verlief das Geschäftsjahr 2025 für den Frankenthaler Pumpen-Spezialisten erfolgreich. Der Umsatz kletterte um 2,3 Prozent auf 3,035 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis (EBIT) auf 252,1 Millionen Euro stieg. Bereinigt um IT-Transformationskosten lag die Marge sogar bei beachtlichen 9,2 Prozent.
Allerdings dominieren Sorgen über die kommenden Monate das Geschehen. Das Management kalkuliert für 2026 mit einem EBIT zwischen 220 und 265 Millionen Euro. Geopolitische Spannungen und hohe Logistikkosten fungieren hierbei als Bremsklötze. Die Börse quittierte diese Vorsicht heute mit einem Kursrutsch von fast 13 Prozent auf 1.010,00 Euro.
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Dividende sorgt für Unmut
Ein wesentlicher Belastungsfaktor war die geplante Ausschüttungspolitik. Entgegen der Markterwartungen soll die Dividende mit 26,50 Euro je Stammaktie auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Da viele Investoren im Vorfeld auf eine Erhöhung gesetzt hatten, löste die Nachricht Verkäufe aus.
In Kombination mit einem RSI von über 71, der bereits vor der Zahlenbekanntgabe eine technische Überhitzung signalisierte, entlud sich der Druck massiv. Die Aktie, die erst Mitte März bei 1.265 Euro ein Rekordhoch markiert hatte, korrigierte damit deutlich von ihrem bisherigen Kursniveau.
Die endgültige Entscheidung über die Gewinnverwendung fällt auf der Hauptversammlung am 7. Mai 2026. Bis dahin müssen die Verantwortlichen belegen, dass die konservative Planung lediglich ein vorsichtiger Puffer in einem volatilen industriellen Umfeld ist.
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