Kassel – Zwei Schwergewichte bauen ihre Position beim Düngemittel- und Salzproduzenten K+S aus. Rossmann und Goldman Sachs haben ihre Anteile erhöht. Das strategische Interesse an dem Rohstoffwert wächst.
Rossmann überspringt die 20-Prozent-Marke
Rossmann Beteiligungs GmbH hält nun 20,21 Prozent der Stimmrechte. Die Schwelle wurde am 20. Mai überschritten. Zuvor lag der Anteil bei 19,64 Prozent.
Doch die Beteiligung ist kompliziert. Nur 8,93 Prozent entfallen auf direkt gehaltene Aktien. Der Großteil – 11,28 Prozent – steckt in Finanzinstrumenten. Optionsscheine und Derivate machen den Unterschied.
Goldman Sachs zieht mit
Auch Goldman Sachs stockte auf. Die US-Bank meldet nun 11,60 Prozent der Stimmrechte. Zuvor waren es 11,42 Prozent.
Auch hier dominieren Finanzinstrumente. Direkte Aktien machen gerade einmal 0,02 Prozent aus. Der Rest liegt bei derivativen Positionen.
Beide Meldungen datieren vom 20. Mai. Kein Zufall: Das Datum könnte auf eine koordinierte Strategie hindeuten.
Operative Erholung als Basis
Die Aufstockung fällt in eine starke Phase. Das erste Quartal brachte einen EBITDA-Sprung von 39 Prozent. Das Wintergeschäft lief gut, trotz höherer Frachtkosten.
Der K+S-Kurs notiert aktuell bei 14,61 Euro. Das sind fast 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 18,23 Euro. Seit Jahresanfang liegt das Plus bei rund 16 Prozent – immerhin eine Erholung vom November-Tief bei 10,80 Euro.
Der RSI zeigt mit 88,3 Punkten eine überkaufte Situation. Kurzfristig ist Vorsicht geboten.
Doch der Trend stimmt. Zwei große Investoren setzen auf steigende Agrarpreise und globale Handelsströme. Die operative Erholung gibt ihnen Rückenwind. Ob K+S das Tempo halten kann, zeigt der nächste Quartalsbericht – und die Frage, ob die Großaktionäre nachlegen oder Kasse machen.
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