Die Aktie von Kronos Worldwide steht nach enttäuschenden Quartalszahlen und gesenkten Analystenerwartungen weiter unter Druck. Das Unternehmen aus der Titanoxid-Branche veröffentlichte zeitgleich seinen ESG-Bericht für 2025, doch die Aufmerksamkeit der Märkte gilt den fundamentalen Schwierigkeiten.
Enttäuschende Quartalszahlen lösen Verkaufswelle aus
Die jüngsten Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2025 trafen den Markt hart. Kronos Worldwide meldete einen Nettoverlust von 37,0 Millionen US-Dollar – ein starker Kontrast zum Gewinn von 71,8 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Zahlen im Detail:
- Der Nettoumsatz sank um 6 Prozent auf 456,9 Millionen US-Dollar.
- Der Verlust je Aktie belief sich auf 0,32 US-Dollar.
- Auch der bereinigte Gewinn je Aktie von minus 0,18 US-Dollar verfehlte die Analystenschätzung von einem Verlust von 0,06 US-Dollar deutlich.
- Unabsorbierte Fixkosten in der Produktion von 27 Millionen US-Dollar belasteten das Ergebnis aufgrund geringerer Absatzmengen.
Die Reaktion der Börse folgte umgehend: Nach der Veröffentlichung brach die Aktie in einer Handelssession um mehr als 11 Prozent ein.
Analysten senken Kursziele deutlich
Die schwachen Fundamentaldaten haben zu einer Neubewertung durch Analysten geführt. Das durchschnittliche Kursziel für die nächsten zwölf Monate wurde kürzlich auf 6,12 US-Dollar gesenkt, was einer Reduzierung um 11,11 Prozent vom vorherigen Wert von 6,88 US-Dollar entspricht.
Diese Korrektur wird durch einen anhaltenden Preisrückgang bei Titanoxid getrieben. Die durchschnittlichen Verkaufspreise lagen im Quartal 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit einem Verlust von 19,2 Millionen US-Dollar ins Negative, nachdem im Vorjahr noch ein operativer Gewinn von 38,9 Millionen US-Dollar erzielt worden war.
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Steuerliche und operative Belastungen
Externe Faktoren verschärfen die interne Lage. Ein wesentlicher Teil des Quartalsverlusts ging auf eine nicht zahlungswirksame Steueraufwandsposition von 19,3 Millionen US-Dollar zurück. Diese entstand durch eine neue deutsche Gesetzgebung zur Senkung der Körperschaftsteuersätze, die eine Neubewertung latenter Steueransprüche erforderte.
Die operativen Herausforderungen sind vielfältig:
* Geringere Verkaufspreise in Europa und auf Exportmärkten.
* Anhaltende globale Unsicherheiten, die den Aufbau von Kundenbeständen dämpfen.
* Das EBITDA brach für die ersten neun Monate 2025 auf 74 Millionen US-Dollar ein, nachdem es 2024 noch bei 211,2 Millionen US-Dollar gelegen hatte.
Vor diesem Hintergrund muss das Unternehmen auf seinen kürzlich abgeschlossenen Zukauf der Louisiana Pigment Company setzen, um seine Marktposition im kommenden Geschäftsjahr zu stabilisieren. Die aktuellen Finanzdaten bestätigen jedoch eine Phase der Schrumpfung, die das Anlegervertrauen weiter belastet.
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