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Kraken Robotics Aktie: Kassenbestand steigt auf 108,7 Millionen

Kraken Robotics verzeichnet Rekordliquidität, aber schrumpfende Margen. Die Aktie fiel nach Q1-Zahlen, während der Covelya-Deal weiterläuft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Liquidität steigt auf Rekordniveau
  • Bruttomarge sinkt auf 56 Prozent
  • Aktie fällt nach Zahlenvorlage
  • Covelya-Übernahme für Q2 erwartet

Kraken Robotics beendete die Woche mit einem zweigeteilten Signal. Die Liquidität kletterte auf ein Rekordniveau, die Margen gaben nach. Nach der Vorlage der Q1-Zahlen am 28. Mai rutschte die Aktie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ab und schloss am Freitag bei 4,71 Euro — ein Minus von 3,68 Prozent.

Kassenbestand auf 108,7 Millionen kanadische Dollar

Der auffälligste Punkt der Bilanz: Kraken meldete zum 31. März 2026 liquide Mittel von 108,7 Millionen kanadische Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 59,3 Millionen. Das Working Capital stieg im selben Zeitraum von 94,6 Millionen auf 162,4 Millionen Dollar. Langfristige Verbindlichkeiten und Leasingverpflichtungen beliefen sich auf 38,4 Millionen Dollar, nach 30,5 Millionen im Vorjahresquartal.

Parallel dazu erhöhte das Unternehmen seine Investitionsausgaben deutlich. Kapitalaufwendungen und immaterielle Vermögenswerte summierten sich im ersten Quartal auf 7,0 Millionen Dollar — nach 2,8 Millionen im Vorjahr. Kraken begründete den Anstieg mit Restausgaben für eine neue Produktionsstätte für Unterwasserstromversorgung und marine Anlagen zur Unterstützung des Umsatzwachstums. Das Gesamtbudget für 2026 bleibt bei 15 bis 18 Millionen Dollar.

Zusätzlich hielt Kraken Ende März 394,5 Millionen Dollar aus Zeichnungsscheinen in einem Treuhandkonto. Die Mittel stammen aus der öffentlichen Kapitalerhöhung im März 2026 und sollen die geplante Übernahme von Covelya teilweise finanzieren.

Kursrückschlag nach Zahlenvorlage

Die Aktie schloss am Freitag bei 4,71 Euro, nachdem sie bereits am Donnerstag 4,88 Prozent verloren hatte. Trotz des zweitägigen Rückgangs lag der Schlusskurs noch über dem Freitag der Vorwoche — ein Wochenplus von 2,61 Prozent. Die Volatilität war hoch. Am Montag schloss die Aktie bei umgerechnet 4,99 Euro, am Dienstag bei 5,10 Euro und am Mittwoch bei 5,18 Euro, bevor die Zahlen die Richtung drehten.

Der Freitag brachte ein Handelsvolumen von über 3,0 Millionen Aktien — das höchste der Woche. Die Spanne reichte von 4,61 bis 4,98 Euro. Über zwölf Monate legte die Aktie 195,85 Prozent zu. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 6,57 Euro, das Tief bei 1,52 Euro.

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Umsatz wächst, Margen schrumpfen

Kraken meldete für Q1 2026 einen Umsatz von 21,7 Millionen kanadischen Dollar — ein Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA betrug 3,0 Millionen Dollar. Der Produktumsatz stieg um 50 Prozent auf 13,8 Millionen Dollar, getrieben von der Nachfrage nach Unterwasserbatterien und Synthetic-Aperture-Sonar-Systemen. Der Serviceumsatz kletterte auf 7,9 Millionen Dollar.

Die Margen entwickelten sich gegenläufig. Der Bruttogewinn stieg von 10,1 Millionen auf 12,2 Millionen Dollar, die Bruttomarge fiel von 63 auf 56 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge sank von 17 auf 14 Prozent. Kraken verwies auf höhere Verwaltungskosten infolge einer gewachsenen Belegschaft.

Das Nettoergebnis rutschte ins Minus. Kraken verbuchte einen Verlust von 3,3 Millionen Dollar oder 0,01 Dollar je verwässerter Aktie, nach einem Gewinn von 0,2 Millionen im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungs- und Akquisitionskosten betrug der Nettogewinn 0,3 Millionen Dollar — nach 0,7 Millionen in Q1 2025.

Prognose bleibt, Covelya-Deal läuft

Kraken hielt an der Stand-alone-Prognose für 2026 fest: 165 bis 175 Millionen Dollar Umsatz, 40 bis 50 Millionen Dollar bereinigtes EBITDA. Die Zahlen schließen keinen Beitrag aus der Covelya-Transaktion ein. Der Abschluss der Übernahme wird weiterhin für Ende Q2 2026 erwartet, vorbehaltlich üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. Eine aktualisierte Jahresprognose für das kombinierte Unternehmen soll bei Abschluss folgen.

Die nächste Bewährungsprobe ist technischer Natur. Die Unterstützungszone bei 4,61 bis 4,66 Euro — definiert durch die Wochentiefs — muss halten. Bricht sie, rückt das Mai-Tief bei 4,59 Euro in den Fokus. Nach oben bildet die Marke bei 4,98 bis 5,00 Euro den ersten Widerstand. Darüber folgen 5,18 Euro und 5,27 Euro, die Hochs vom 27. und 28. Mai.

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