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Kraken Robotics Aktie: Covelya schlägt erstmals in Q3 durch

Kraken Robotics übertrifft im zweiten Quartal die Umsatzerwartungen, bestätigt die Jahresprognose und bereitet die Covelya-Konsolidierung vor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsumsatz über Markterwartungen
  • Jahresprognose für 2026 bestätigt
  • Auftragsvolumen von 355 Millionen CA$
  • Covelya erstmals im dritten Quartal konsolidiert

Kraken Robotics hat das zweite Quartal 2026 mit einem Umsatzplus abgeschlossen und blickt auf eine prall gefüllte Pipeline für das laufende Geschäftsjahr.

Das Unternehmen bestätigte im Rahmen der Zahlenvorlage seine Prognose für 2026 und verwies auf ein angekündigtes Auftragsvolumen von insgesamt 355 Millionen Kanadischen Dollar (CA$). Dabei steht der Konzern vor einer entscheidenden Phase, da die jüngste Übernahme der Covelya Group erstmals in den kommenden Quartalszahlen bilanziell wirksam wird.

Solide Quartalsergebnisse und stabile Guidance

Für das zweite Quartal 2026 meldete Kraken Robotics einen Umsatz von 27,3 Millionen CA$. Laut Reuters lagen die Erlöse damit über den Markterwartungen. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 5,0 Millionen CA$. Trotz eines Rückgangs beim bereinigten Nettoergebnis auf 0,8 Millionen CA$ – im Vorjahreszeitraum wurden noch 1,3 Millionen CA$ erzielt – hält das Management an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest.

Die Prognose sieht für 2026 weiterhin einen Umsatz zwischen 290 Millionen und 320 Millionen CA$ vor. Das bereinigte EBITDA soll in einer Spanne von 65 Millionen bis 75 Millionen CA$ liegen. Die Bruttomarge für das abgelaufene Quartal gab das Unternehmen mit 59 % an, bei einem Bruttogewinn von über 16 Millionen CA$.

Ein Sondereffekt drückte den Produktumsatz im zweiten Quartal um 1,5 Millionen CA$: Grund war eine Änderung des Projektumfangs bei einer kurz vor dem Abschluss stehenden Integration. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich dieser Effekt in der zweiten Jahreshälfte nicht wiederholen wird.

Auftragsbestand erreicht Rekordniveau

Ein zentraler Treiber für das künftige Wachstum bleibt der hohe Auftragseingang. Allein im zweiten Quartal verbuchte Kraken Robotics neue Produktbestellungen im Wert von mehr als 27 Millionen CA$. Die Nachfrage erstreckte sich dabei über das gesamte Portfolio, von Synthetic Aperture Sonar bis hin zu Navigations- und Positionierungssystemen. Rechnet man die Bestellungen von Kraken und der neu erworbenen Covelya Group für das Jahr 2026 zusammen, beläuft sich das angekündigte Auftragsvolumen auf 355 Millionen CA$.

Der Kurs der Aktie reagierte am heutigen Dienstag positiv auf die Gesamtlage und notiert bei 3,27 €, was einem Plus von 4,8 % entspricht. Dennoch hat das Papier seit Jahresbeginn rund 18 % an Wert verloren. Marktbeobachter werten die Stabilisierung nach der Zahlenvorlage jedoch als positives Signal für den weiteren Integrationsprozess.

Integration von Covelya als nächster Meilenstein

Die am 2. Juli abgeschlossene Übernahme der Covelya Group fand in den Zahlen für das zweite Quartal noch keine Berücksichtigung. Die Integrationsarbeiten laufen laut Unternehmensangaben bereits auf Hochtouren. Das Management betonte, dass das dritte Quartal 2026 der erste Berichtszeitraum sein wird, in dem die Finanzergebnisse beider Unternehmen konsolidiert dargestellt werden.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 24. November. An diesem Tag will Kraken Robotics die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen. Dann wird sich zeigen, wie stark die Synergien mit Covelya bereits zum operativen Erfolg beitragen und ob die ehrgeizigen Jahresziele durch die neue Struktur gestützt werden.

Das Unternehmen lieferte zuletzt verstärkt Systeme für die Überwachung und Positionierung, ein Bereich, der durch die Übernahme technologisch ergänzt wurde.

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Diskussion zu Kraken Robotics

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.