Kraken Robotics schlägt ein neues Kapitel auf. Die Übernahme der Covelya Group ist abgeschlossen und verändert die Dimensionen des kanadischen Meerestechnik-Spezialisten grundlegend. Anleger quittierten den strategischen Ausbau mit deutlichen Kursgewinnen.
Der Zukauf hat ein Volumen von rund 615 Millionen kanadischen Dollar. Kraken will damit die führende Position bei Unterwasser-Sonden und autonomer Verteidigungstechnik festigen. Das Unternehmen nutzt künftig die technische Expertise von Covelya, um global neue Märkte im Bereich der maritimen Überwachung zu erschließen.
Prognosen schnellen nach oben
Das Management reagierte sofort und passte die Finanzziele für 2026 an. Der konsolidierte Umsatz soll nun zwischen 290 und 320 Millionen kanadische Dollar erreichen. Beim bereinigten EBITDA peilt der Konzern eine Spanne von 65 bis 75 Millionen Dollar an.
Für das kommende Jahr stellt CEO Greg Reid bereits zweistellige Zuwächse beim Gewinn je Aktie in Aussicht. Hinzu kommen erwartete Kostensynergien von etwa zehn Millionen Dollar. Diese Einsparungen sollen innerhalb der nächsten 24 Monate voll wirksam werden.
Markt reagiert positiv
Die Aktie verzeichnete am Freitag einen Sprung von 8,94 Prozent auf 4,21 Euro. Damit setzt das Papier seinen langfristigen Aufwärtstrend fort. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate kletterte der Kurs um rund 89 Prozent.
Parallel dazu arbeitet Kraken an der internen Aufstellung. Eine neue Holding-Struktur trennt künftig die strategische Steuerung vom operativen Geschäft. Bernard Mills übernimmt dabei als neuer Präsident die Verantwortung für die operativen Einheiten.
Ein weiterer Meilenstein steht zum Jahreswechsel an. Kraken strebt eine Notierung an der Toronto Stock Exchange an. Das Unternehmen plant, diesen Prozess bis Anfang 2027 abzuschließen.
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