Kraft Heinz hat am Mittwoch den Verkauf seines nordamerikanischen Kaffeegeschäfts an ein verbundenes Unternehmen von One Rock Capital Partners vereinbart. Der Unternehmenswert der Transaktion beträgt 650 Millionen $. Kraft Heinz erwartet nach Steuern einen Erlös von rund 500 Millionen $, den das Unternehmen zum Schuldenabbau einsetzen will.
Minderheitsbeteiligung am Kaffeegeschäft bleibt
Kraft Heinz will eine nicht kontrollierende Beteiligung von 30% an dem Geschäft behalten. Zum vereinbarten Verkauf gehören Maxwell House, Gevalia und weitere Marken. Damit umfasst die Transaktion mehrere Marken des nordamerikanischen Kaffeeangebots.
Nach Unternehmensangaben soll die Transaktion Mitte 2027 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden. Der für den Schuldenabbau vorgesehene Mittelzufluss hängt damit noch vom Abschluss des vereinbarten Verkaufs ab.
Höhere Gewinnprognose trotz Umsatzrückgang
Ebenfalls am Mittwoch legte Kraft Heinz seine Zahlen für das dritte Quartal 2026 vor. Der Nettoumsatz sank um 2,0%, der organische Nettoumsatz ging um 1,1% zurück.
Für das Geschäftsjahr 2026 hob das Unternehmen die Untergrenze seines organischen Umsatzausblicks an. Es erwartet einen Rückgang zwischen 1,25% und 0,5%.
Den bereinigten Gewinn je Aktie meldete Kraft Heinz mit 0,53 $. Die bisherige Jahresprognose hatte bei 2,03 $ bis 2,09 $ gelegen.
Die neue Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie reicht von 2,07 $ bis 2,13 $. Das Unternehmen hob damit beide Grenzen seiner bisherigen Gewinnspanne an.
Kraft Heinz beschloss außerdem eine reguläre Quartalsdividende von 0,40 $ je Aktie. Die Auszahlung ist für den 23. Dezember vorgesehen; maßgeblicher Stichtag für die Aktionäre ist der 4. Dezember.
Kelly Dilts und J. Michael (Mike) Schlotman wurden mit Wirkung vom Mittwoch zu unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern bestellt. Für den 12. November 2026 hat Kraft Heinz seinen Investorentag angesetzt.
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