Der Lebensmittelriese Kraft Heinz kämpft derzeit an zwei Fronten: Während Analysten skeptisch bleiben und die Gewinnerwartungen für das anstehende Quartal dämpfen, zeigt der Optionsmarkt ein überraschend anderes Bild. Deuten die ungewöhnlichen Handelsmuster auf eine baldige Wende hin oder ignorieren spekulative Anleger die fundamentalen Risiken?
Analysten senken den Daumen
Die aktuelle Marktstimmung spiegelt sich deutlich in den jüngsten Bewertungen wider. Die Großbank UBS reagierte auf das herausfordernde Umfeld und senkte ihr Kursziel für die Aktie von 25 auf 24 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Neutral“ bei. Dieser Schritt unterstreicht die anhaltende Skepsis der Experten.
Auch der Kursverlauf bestätigt die Vorsicht der Investoren: Auf Sicht von zwölf Monaten verlor das Papier knapp 16 Prozent an Wert und hinkt dem breiten Markt damit hinterher. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von gut 30 US-Dollar beträgt mittlerweile über 22 Prozent.
Umbau und Gewinndruck
Der Fokus richtet sich nun auf den 11. Februar, wenn Kraft Heinz die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegen wird. Die Prognosen verheißen wenig Gutes: Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn pro Aktie von 0,61 US-Dollar. Das entspräche einem deutlichen Rückgang von rund 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch beim Umsatz wird ein leichter Rückgang erwartet.
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Um diesen Abwärtstrend zu stoppen, setzt das Management unter dem neuen CEO Steve Cahillane auf radikale Schritte. Neben Produktinnovationen wie der „HEINZ Dipper Fry Box“ steht vor allem die geplante Aufspaltung des Konzerns im Mittelpunkt. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll das globale Saucengeschäft vom nordamerikanischen Lebensmittelbereich getrennt werden, um operative Synergien besser zu heben.
Hoffnung am Optionsmarkt
Trotz der fundamentalen Warnzeichen senden Derivatehändler derzeit optimistische Signale. Das Volumen bei Kaufoptionen (Calls) liegt aktuell um das 1,6-Fache über dem erwarteten Niveau. Besonders auffällig ist das Put-Call-Verhältnis von 0,27. Dieser extrem niedrige Wert zeigt an, dass deutlich mehr Marktteilnehmer auf steigende als auf fallende Kurse setzen.
Die Diskrepanz zwischen der negativen Analystenstimmung und den bullischen Positionierungen am Terminmarkt dürfte sich erst mit den kommenden Quartalszahlen klären. Bis zur Veröffentlichung am 11. Februar bleibt die Aktie in einem Spannungsfeld zwischen den konkreten Belastungen durch sinkende Gewinne und der spekulativen Hoffnung auf den Erfolg der neuen Strategie.
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