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Kraft Heinz Aktie: Umbau läuft

Kraft Heinz startet mit neuem CEO und einer geplanten Aufspaltung in zwei Unternehmen ins Jahr 2026, während die Aktie unter Gewinnrückgängen leidet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Steve Cahillane übernimmt Anfang 2026 die Führung
  • Aufspaltung in zwei börsennotierte Firmen geplant
  • Erwarteter deutlicher Gewinnrückgang für 2025
  • Aktienkurs notiert deutlich unter Jahreshoch

Bei Kraft Heinz stehen die Zeichen Anfang 2026 klar auf Veränderung. Nach einem schwachen Jahr setzt das Management auf einen tiefgreifenden Konzernumbau und neue Produkte, um die Trendwende einzuleiten. Im Zentrum steht dabei nicht nur ein neuer CEO, sondern auch die geplante Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen.

Neuer Chef, neue Akzente

Seit dem 1. Januar 2026 führt Steve Cahillane den Lebensmittelkonzern. Unter seiner Leitung versucht Kraft Heinz, das Geschäft stärker an konkreten Alltagsbedürfnissen der Kunden auszurichten.

Ein Beispiel dafür ist der neue „Heinz Dipper“: eine spezielle Pommes-Verpackung mit integriertem Fach für Ketchup oder andere Soßen. Dieses Produkt wird derzeit in elf Ländern getestet, darunter die USA, Kanada, Deutschland und China. Ziel ist es, das „Away from Home“-Geschäft, also vor allem Gastronomie und Außer-Haus-Verzehr, zu stärken.

Der Testlauf geht direkt auf Rückmeldungen von Verbrauchern ein, die sich einfacheres, sauberes Essen unterwegs wünschen. Auch wenn der „Heinz Dipper“ wie ein Detail wirkt, signalisiert er eine breitere Neuausrichtung: mehr praxisnahe Innovationen, die kurzfristig Zusatznutzen bringen und zusätzliche Mengen im Food-Service-Bereich generieren sollen.

Geplante Aufspaltung ab 2026

Die wohl wichtigste strategische Entscheidung betrifft jedoch die Konzernstruktur. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll Kraft Heinz in zwei börsennotierte Gesellschaften aufgeteilt werden:

  • North American Grocery Co.
  • Global Taste Elevation Co.

Mit diesem Schritt soll Wert freigesetzt werden, indem wachstumsstärkere Bereiche von reiferen, langsamer wachsenden Geschäftssegmenten getrennt werden. Der Markt erhofft sich davon schlankere Strukturen und klarere strategische Profile der beiden neuen Einheiten.

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Gleichzeitig sieht man in den Kursen, dass Investoren die Umstellung nicht als Selbstläufer betrachten. Die Umsetzung einer solchen Trennung ist komplex, birgt operative Risiken und verursacht zunächst Kosten. Entsprechend spiegelt der aktuelle Bewertungsabschlag auch Skepsis gegenüber der kurzfristigen Erfolgswahrscheinlichkeit wider.

Druck auf Gewinne und Bewertung

Operativ steht Kraft Heinz derzeit unter Ergebnisdruck. Analysten erwarten für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 0,61 US‑Dollar – rund 27 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 liegt die Konsensschätzung bei 2,53 US‑Dollar je Aktie, was einem Rückgang von etwa 17 % entspricht.

An der Börse hat sich das negativ ausgewirkt: Die Aktie notiert mit 23,51 US‑Dollar deutlich unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 30,17 US‑Dollar und damit über 20 % darunter. Zwar verweisen einige Bewertungsansätze darauf, dass der Titel im Branchenvergleich günstig erscheint, doch die fehlende Dynamik beim Gewinn bleibt ein Belastungsfaktor.

Ausgangslage Anfang 2026

Die aktuelle Situation von Kraft Heinz lässt sich grob so zusammenfassen:

  • Kursniveau: Deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch, nach einem Rückgang von rund 16 % auf Sicht von zwölf Monaten
  • Führung: Neuer CEO Steve Cahillane seit Jahresbeginn 2026
  • Strategie: Geplante Aufspaltung in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2026
  • Produktseite: Globaler Test des „Heinz Dipper“ zur Stärkung des Außer-Haus-Geschäfts
  • Ergebnisse: Erwartete Rückgänge bei Gewinn je Aktie im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2025

In den kommenden Quartalen wird es entscheidend sein, ob die Kombination aus neuer Führung, konkreten Produktinnovationen und der großen Strukturreform tatsächlich in messbares Gewinnwachstum und eine nachhaltige Verbesserung der Margen überführt werden kann. Genau daran wird sich letztlich entscheiden, ob der aktuelle Bewertungsabschlag bestehen bleibt oder sich allmählich schließt.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.