Kraft Heinz steht vor gleich zwei Weichenstellungen, die Anleger genauer hinschauen lassen: Ein möglicher Ausstieg von Berkshire Hathaway und ein geplanter Konzernumbau. Beides könnte die Eigentümerstruktur und die künftige Ausrichtung spürbar verändern. Was steckt hinter den Schritten – und warum kommen sie gerade jetzt?
Berkshire öffnet die Tür für einen Verkauf
In der zweiten Januarhälfte 2026 wurde bekannt, dass Berkshire Hathaway regulatorische Schritte eingeleitet hat, die einen Verkauf der gesamten Beteiligung ermöglichen würden. Konkret geht es um rund 325 Millionen Aktien.
Allein die Option eines vollständigen Ausstiegs ist relevant, weil Berkshire als größter Aktionär und langfristig orientierter Ankerinvestor gilt. Wenn ein solcher Anteil potenziell auf den Markt kommen kann, verändert das die Gemengelage: Erwartete Angebotsmengen, neue Investorengruppen und die Frage nach dem „neuen Stabilitätsanker“ rücken in den Vordergrund.
Aufspaltung bis zur zweiten Jahreshälfte 2026
Parallel treibt Kraft Heinz den bereits angekündigten Plan voran, sich in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen aufzuspalten. Der Abschluss wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Geplant ist eine klare Trennung der Geschäftsfelder:
– Globales Geschäft mit Saucen und Aufstrichen (u. a. Heinz, Philadelphia)
– Nordamerikanisches Grocery-Geschäft (u. a. Oscar Mayer, Kraft Mac & Cheese)
Die Idee dahinter: mehr Fokus, klarere Verantwortlichkeiten und eine gezieltere Ressourcenverteilung. Damit reagiert das Management auch auf die Herausforderungen seit der Mega-Fusion 2015, die in einem veränderten Konsumumfeld nicht so reibungslos verlief wie erhofft.
Gemischtes Marktbild – und schwächere Entwicklung
Der Sektor für Basiskonsumgüter tut sich derzeit schwer. Verändernde Kundenpräferenzen und anhaltender Wettbewerbsdruck setzen viele Anbieter unter Zugzwang. Kraft Heinz hat dabei laut Ausgangstext im Jahresvergleich schwächer abgeschnitten als der Gesamtmarkt.
Ein Blick auf die jüngsten Zahlen erklärt, warum die Stimmung nicht eindeutig dreht: Im zuletzt berichteten Quartal lag der Umsatz bei 6,24 Mrd. US-Dollar, das sind 2,3% weniger als im Vorjahresquartal. Dazu passt, dass die Analystenmeinungen uneinheitlich sind und der Konsens aktuell bei „Reduce“ liegt; mehrere Häuser passten Mitte bis Ende Januar ihre Kursziele an.
Kursseitig zeigt sich trotz einer leichten Erholung zuletzt vor allem die längere Belastung: Auf 12-Monats-Sicht steht die Aktie mit -20,21% deutlich im Minus.
Zum Fahrplan: Der entscheidende operative Meilenstein bleibt die geplante Aufspaltung in der zweiten Jahreshälfte 2026 – bis dahin wird der Markt jede neue Nachricht zur Berkshire-Beteiligung und zur Umsetzung des Umbaus besonders stark gewichten.
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