Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Kraft Heinz Aktie: Umbau

Kraft Heinz Aktie: Umbau

Der größte Aktionär Berkshire Hathaway bereitet einen möglichen Ausstieg vor, während Kraft Heinz die Aufteilung in zwei börsennotierte Unternehmen plant. Beide Faktoren beeinflussen die Eigentümerstruktur und die Aktienentwicklung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Berkshire Hathaway prüft Verkauf von 325 Millionen Aktien
  • Geplante Aufspaltung in zwei eigenständige Unternehmen 2026
  • Umsatzrückgang im letzten Quartal um 2,3 Prozent
  • Aktienkurs im Jahresverlauf deutlich im Minus

Kraft Heinz steht vor gleich zwei Weichenstellungen, die Anleger genauer hinschauen lassen: Ein möglicher Ausstieg von Berkshire Hathaway und ein geplanter Konzernumbau. Beides könnte die Eigentümerstruktur und die künftige Ausrichtung spürbar verändern. Was steckt hinter den Schritten – und warum kommen sie gerade jetzt?

Berkshire öffnet die Tür für einen Verkauf

In der zweiten Januarhälfte 2026 wurde bekannt, dass Berkshire Hathaway regulatorische Schritte eingeleitet hat, die einen Verkauf der gesamten Beteiligung ermöglichen würden. Konkret geht es um rund 325 Millionen Aktien.

Allein die Option eines vollständigen Ausstiegs ist relevant, weil Berkshire als größter Aktionär und langfristig orientierter Ankerinvestor gilt. Wenn ein solcher Anteil potenziell auf den Markt kommen kann, verändert das die Gemengelage: Erwartete Angebotsmengen, neue Investorengruppen und die Frage nach dem „neuen Stabilitätsanker“ rücken in den Vordergrund.

Aufspaltung bis zur zweiten Jahreshälfte 2026

Parallel treibt Kraft Heinz den bereits angekündigten Plan voran, sich in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen aufzuspalten. Der Abschluss wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.

Geplant ist eine klare Trennung der Geschäftsfelder:
Globales Geschäft mit Saucen und Aufstrichen (u. a. Heinz, Philadelphia)
Nordamerikanisches Grocery-Geschäft (u. a. Oscar Mayer, Kraft Mac & Cheese)

Die Idee dahinter: mehr Fokus, klarere Verantwortlichkeiten und eine gezieltere Ressourcenverteilung. Damit reagiert das Management auch auf die Herausforderungen seit der Mega-Fusion 2015, die in einem veränderten Konsumumfeld nicht so reibungslos verlief wie erhofft.

Gemischtes Marktbild – und schwächere Entwicklung

Der Sektor für Basiskonsumgüter tut sich derzeit schwer. Verändernde Kundenpräferenzen und anhaltender Wettbewerbsdruck setzen viele Anbieter unter Zugzwang. Kraft Heinz hat dabei laut Ausgangstext im Jahresvergleich schwächer abgeschnitten als der Gesamtmarkt.

Ein Blick auf die jüngsten Zahlen erklärt, warum die Stimmung nicht eindeutig dreht: Im zuletzt berichteten Quartal lag der Umsatz bei 6,24 Mrd. US-Dollar, das sind 2,3% weniger als im Vorjahresquartal. Dazu passt, dass die Analystenmeinungen uneinheitlich sind und der Konsens aktuell bei „Reduce“ liegt; mehrere Häuser passten Mitte bis Ende Januar ihre Kursziele an.

Kursseitig zeigt sich trotz einer leichten Erholung zuletzt vor allem die längere Belastung: Auf 12-Monats-Sicht steht die Aktie mit -20,21% deutlich im Minus.

Zum Fahrplan: Der entscheidende operative Meilenstein bleibt die geplante Aufspaltung in der zweiten Jahreshälfte 2026 – bis dahin wird der Markt jede neue Nachricht zur Berkshire-Beteiligung und zur Umsetzung des Umbaus besonders stark gewichten.

Anzeige

Kraft Heinz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kraft Heinz-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Kraft Heinz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kraft Heinz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Kraft Heinz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

Weitere Nachrichten zu Kraft Heinz