Berkshire Hathaway, seit Jahren größter Aktionär von Kraft Heinz, hat einen SEC-Antrag eingereicht, der den Verkauf der gesamten Beteiligung ermöglicht. Die Nachricht traf den Kurs hart – die Aktie fiel auf ein Fünfjahrestief. Dahinter steckt offenbar ein handfester Streit über die geplante Konzernaufspaltung.
Die Zahlen hinter dem Rückzug
Konkret geht es um bis zu 325,4 Millionen Stammaktien – rund 27 Prozent des Unternehmens. Das Filing ermöglicht Berkshire, die Position „von Zeit zu Zeit“ zu verkaufen, verpflichtet aber nicht zwingend dazu. Der Markt nahm die Möglichkeit ernst: Am Tag nach der Bekanntgabe brach der Kurs um 5,7 Prozent auf 22 US-Dollar ein.
Die Kraft Heinz Aktie verliert damit nicht nur ihren wichtigsten Ankeraktionär, sondern steht nun unter zusätzlichem Verkaufsdruck. Analysten von JP Morgan, Morgan Stanley und UBS senkten bereits ihre Kursziele.
Streit über Aufspaltungspläne
Der eigentliche Auslöser für Berkshires Schritt liegt tiefer: Das Management von Kraft Heinz plant, das Unternehmen Ende 2026 in zwei börsennotierte Gesellschaften aufzuspalten – einen „Global Taste Elevation“-Bereich und ein „North American Grocery“-Geschäft. Pikant dabei: Die Aktionäre sollen nicht abstimmen dürfen.
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Berichten zufolge stießen sowohl Warren Buffett als auch sein Nachfolger Greg Abel diese Pläne ab. Die Registrierung wird als Signal interpretiert, dass die neue Führung bei Berkshire das Portfolio bereinigen will – und Kraft Heinz dabei auf der Streichliste steht.
Langfristige Schwäche setzt sich fort
Die jüngste Entwicklung verschärft eine bereits schwierige Lage. Über zwölf Monate summiert sich das Minus auf 17,8 Prozent, allein im letzten Monat gab die Aktie 5,4 Prozent nach. Der Titel bewegt sich damit nahe seinem 52-Wochen-Tief – und der potenzielle Rückzug des Hauptaktionärs dürfte den Abwärtstrend weiter befeuern.
Die Aufspaltung soll trotz des Widerstands wie geplant umgesetzt werden. Ob sich ohne Berkshire als stabilisierenden Anker neue Investoren finden, bleibt offen.
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