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Symbolbild, KI-generiert

Kraft Heinz Aktie: Totalchaos!

Kraft Heinz plant die Trennung in zwei Unternehmen bis 2026, während Analysten ihre Gewinnschätzungen senken und institutionelle Investoren Positionen reduzieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sechs Analysten korrigieren Gewinnprognosen nach unten
  • Aufspaltung soll bis zu 300 Millionen Dollar kosten
  • Institutionelle Anleger reduzieren ihre Beteiligungen
  • Organisches Wachstum im dritten Quartal negativ

Kraft Heinz steckt tief in der Krise. Während das Unternehmen mit einer radikalen Aufspaltung in zwei eigenständige Firmen einen Befreiungsschlag versucht, zweifeln Analysten immer mehr an der Strategie. Die Fundamentaldaten verschlechtern sich kontinuierlich, die Konkurrenz wird aggressiver und institutionelle Investoren kehren dem Konzern den Rücken zu. Kann die geplante Trennung das Ruder noch herumreißen?

Analysten verlieren den Glauben

UBS hält an der neutralen Bewertung mit einem Kursziel von 27 Dollar fest, beschreibt die aktuelle Lage aber als „trickreich“. Sechs Analysten haben ihre Gewinnschätzungen für das kommende Quartal nach unten korrigiert – ein deutliches Signal für schwindendes Vertrauen in die kurzfristigen Aussichten.

Die Probleme sind hausgemacht: Die Margen stehen unter Druck, die verfolgten US-Trends haben sich weiter abgeschwächt und der Wettbewerb in wichtigen Produktkategorien wird immer härter. Auch die internationalen Geschäfte leiden unter anhaltenden Gegenwind.

Institutionelle Flucht hat begonnen

Professionelle Vermögensverwalter wie Ritholtz Wealth Management reduzieren bereits ihre Positionen. Diese Verkaufswelle unterstreicht die wachsende Skepsis, obwohl die Aktie mit einer Dividendenrendite von 6,27 Prozent noch immer für Einkommensinvestoren interessant erscheint.

Die institutionelle Abwanderung kommt zur Unzeit: Kraft Heinz plant die Aufspaltung in zwei unabhängige Unternehmen bis zur zweiten Jahreshälfte 2026. Die „Global Taste Elevation Co.“ soll sich auf Soßen, Brotaufstriche und Gewürze konzentrieren (15,4 Milliarden Dollar Jahresumsatz), während die „North American Grocery Co.“ auf Grundnahrungsmittel setzt (10,4 Milliarden Dollar).

Die teure Trennung

Doch Analysten bezweifeln, ob diese Aufspaltung wirklich Wert schaffen wird. Die Trennung soll bis zu 300 Millionen Dollar an Synergieverluste verursachen und zusätzliche operative Komplexität während der Übergangsphase schaffen.

TD Cowen hat seine Schätzung für das organische Wachstum im dritten Quartal auf minus 2,4 Prozent gesenkt – deutlich unter dem Marktkonsens. Der Preiskampf bei Aufschnitt erreiche „nicht nachhaltige Niveaus“ für die Margen, während die internationale Konkurrenz weiter zunimmt.

UBS will erst dann wieder optimistischer werden, wenn sich die Fundamentaldaten verbessern oder die geplante Transaktion eindeutig Wert für die Aktionäre schafft. Bis dahin bleibt die Bank skeptisch – genau wie der Markt, der die Aktie in die Nähe mehrjähriger Tiefstände gedrückt hat.

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