Statt der lange geplanten Aufspaltung des Unternehmens setzt das Management von Kraft Heinz nun auf einen harten Sanierungskurs im Kerngeschäft. Während in Neuseeland Fabriken schließen, fließen Hunderte Millionen in den Heimatmarkt. Der Lebensmittelgigant reagiert damit auf schwindende Margen und eine anhaltende Schwächephase an der Börse.
Harter Schnitt in Neuseeland
Die neuseeländische Tochtergesellschaft Heinz Wattie’s plant die Schließung von drei Produktionsstätten. Rund 350 Arbeitsplätze fallen den Umstrukturierungen voraussichtlich zum Opfer. Geschäftsführer Andrew Donegan begründet den Schritt mit einer Kombination aus drastisch gestiegenen Energiepreisen, schwierigen Erntebedingungen und einem enormen globalen Kostendruck. Die Produktion von Tiefkühlgemüse sowie diversen Saucen-Marken wird an den betroffenen Standorten komplett eingestellt.
Fokus auf das US-Kerngeschäft
Parallel zu den Kürzungen im Ausland richtet der Konzern seine globale Strategie neu aus. Die ursprünglich anvisierte Aufspaltung in zwei separate Unternehmen wurde vorerst auf Eis gelegt. Das Management investiert stattdessen 600 Millionen US-Dollar direkt in die Auffrischung der Kernmarken auf dem US-Markt. Begleitet wird dieser Kurswechsel von einer personellen Neuausrichtung: Seit Ende Februar leitet Nicolas Amaya, der vom Konkurrenten Kellanova wechselte, das wichtige Nordamerika-Geschäft und soll die operative Wende vorantreiben.
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Schwache Zahlen belasten den Kurs
Die fundamentalen Schwierigkeiten spiegeln sich deutlich in der Marktbewertung wider. Analysten rechnen für die nahe Zukunft mit einem Gewinnrückgang (EPS) von über 19 Prozent. Berichten zufolge überdenkt sogar Großaktionär Berkshire Hathaway angesichts der operativen Hürden sein Engagement. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 19,76 Euro und hat damit auf Zwölf-Monats-Sicht knapp 30 Prozent an Wert verloren. Der Kurs bewegt sich nur noch hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 19,17 Euro.
Trotz der angespannten Lage schüttet der Konzern am 27. März eine reguläre Quartalsdividende von 0,40 US-Dollar je Aktie aus. Die Wirksamkeit des neuen Kurses misst sich nun an der strikten Umsetzung des 600-Millionen-Dollar-Investitionsprogramms. Die anstehenden Produkterneuerungen im US-Einzelhandel bilden den ersten greifbaren Indikator für eine mögliche Stabilisierung der Profitabilität in den kommenden Quartalen.
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