Der Lebensmittelgigant Kraft Heinz steht derzeit von mehreren Seiten unter Beschuss. Nach der überraschenden Absage einer geplanten Unternehmensaufspaltung im Februar kämpft der Konzern nun mit einem branchenweiten Ausverkauf bei defensiven Konsumgütern. Während das Management hunderte Millionen in Preissenkungen und Produktentwicklung steckt, wächst an der Wall Street die Skepsis über die künftige Margenentwicklung.
Branchenweite Belastungsfaktoren
Der aktuelle Druck auf die Papiere resultiert primär aus einem schwachen Marktumfeld für die gesamte Lebensmittelindustrie. Auslöser war der Konkurrent Campbell’s, der zur Wochenmitte mit verfehlten Quartalsschätzungen und einer gesenkten Gewinnprognose die Branche nach unten zog. Hinzu kommen makroökonomische Hürden: Steigende Anleiherenditen und ein durch geopolitische Spannungen im Iran angetriebener Ölpreis machen defensive Anlagen derzeit unattraktiv. Auch Warnungen von General Mills über eine nachlassende Konsumlaune und sinkendes Volumenwachstum trüben die Stimmung der Investoren weiter ein.
Teure Kehrtwende
Neben den externen Faktoren verdauen Anleger weiterhin die jüngste strategische Neuausrichtung von Kraft Heinz. Das Management hatte am 11. Februar eine geplante Aufspaltung des Unternehmens auf Eis gelegt. Stattdessen sollen nun 600 Millionen US-Dollar in gezielte Preissenkungen und neue Produkte fließen. Das Ziel dieser Kapitalallokation ist es, dem anhaltenden Gegenwind bei den Verbrauchern und den sinkenden Verkaufszahlen entgegenzuwirken.
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Dass operative Maßnahmen notwendig sind, zeigten die durchwachsenen Zahlen des vierten Quartals. Zwar übertraf der Gewinn pro Aktie die Erwartungen, der organische Umsatz schrumpfte jedoch um 4,2 Prozent. Gleichzeitig sank die bereinigte Bruttomarge um 130 Basispunkte auf 33,1 Prozent. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Chartbild wider: Auf Wochensicht verlor der Titel über sieben Prozent und notiert mit aktuell 19,61 Euro nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief.
Analysten skeptisch, Großaktionär bleibt
Führende Analysehäuser wie Goldman Sachs, BNP Paribas und Morgan Stanley positionieren sich entsprechend zurückhaltend. Ihre Kursziele liegen auf oder unter dem jüngsten Handelsniveau, was die Sorgen über das verlangsamte Wachstum unterstreicht. Zacks Research stufte die Aktie kürzlich sogar ab und verwies explizit auf die anhaltenden Preisprobleme im aktuellen Einzelhandelsumfeld.
Trotz der trüben Aussichten sorgt die Aktionärsstruktur für eine gewisse Stabilität. Berkshire Hathaway hält weiterhin ein massives Aktienpaket an dem Lebensmittelkonzern. Obwohl es zuletzt Spekulationen über die Unzufriedenheit der Investmentgesellschaft gab, deuten aktuelle Berichte nicht auf einen baldigen Verkauf nach der abgesagten Aufspaltung hin. Für institutionelle Käufer dürfte dabei vor allem die hohe Dividendenrendite von nahezu 6,9 Prozent das entscheidende Argument sein, um an dem Titel festzuhalten.
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