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Kraft Heinz Aktie: Strategiewechsel belastet

Der Lebensmittelkonzern kämpft mit einer abgesagten Aufspaltung, sinkenden Umsätzen und einem schwachen Branchenumfeld, was zu deutlichen Kursverlusten führt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Absage der geplanten Unternehmensaufspaltung
  • 600 Millionen Dollar für Preissenkungen und Innovation
  • Schrumpfender Umsatz und sinkende Margen
  • Hohe Dividendenrendite als Anker für Investoren

Der Lebensmittelgigant Kraft Heinz steht derzeit von mehreren Seiten unter Beschuss. Nach der überraschenden Absage einer geplanten Unternehmensaufspaltung im Februar kämpft der Konzern nun mit einem branchenweiten Ausverkauf bei defensiven Konsumgütern. Während das Management hunderte Millionen in Preissenkungen und Produktentwicklung steckt, wächst an der Wall Street die Skepsis über die künftige Margenentwicklung.

Branchenweite Belastungsfaktoren

Der aktuelle Druck auf die Papiere resultiert primär aus einem schwachen Marktumfeld für die gesamte Lebensmittelindustrie. Auslöser war der Konkurrent Campbell’s, der zur Wochenmitte mit verfehlten Quartalsschätzungen und einer gesenkten Gewinnprognose die Branche nach unten zog. Hinzu kommen makroökonomische Hürden: Steigende Anleiherenditen und ein durch geopolitische Spannungen im Iran angetriebener Ölpreis machen defensive Anlagen derzeit unattraktiv. Auch Warnungen von General Mills über eine nachlassende Konsumlaune und sinkendes Volumenwachstum trüben die Stimmung der Investoren weiter ein.

Teure Kehrtwende

Neben den externen Faktoren verdauen Anleger weiterhin die jüngste strategische Neuausrichtung von Kraft Heinz. Das Management hatte am 11. Februar eine geplante Aufspaltung des Unternehmens auf Eis gelegt. Stattdessen sollen nun 600 Millionen US-Dollar in gezielte Preissenkungen und neue Produkte fließen. Das Ziel dieser Kapitalallokation ist es, dem anhaltenden Gegenwind bei den Verbrauchern und den sinkenden Verkaufszahlen entgegenzuwirken.

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Dass operative Maßnahmen notwendig sind, zeigten die durchwachsenen Zahlen des vierten Quartals. Zwar übertraf der Gewinn pro Aktie die Erwartungen, der organische Umsatz schrumpfte jedoch um 4,2 Prozent. Gleichzeitig sank die bereinigte Bruttomarge um 130 Basispunkte auf 33,1 Prozent. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Chartbild wider: Auf Wochensicht verlor der Titel über sieben Prozent und notiert mit aktuell 19,61 Euro nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief.

Analysten skeptisch, Großaktionär bleibt

Führende Analysehäuser wie Goldman Sachs, BNP Paribas und Morgan Stanley positionieren sich entsprechend zurückhaltend. Ihre Kursziele liegen auf oder unter dem jüngsten Handelsniveau, was die Sorgen über das verlangsamte Wachstum unterstreicht. Zacks Research stufte die Aktie kürzlich sogar ab und verwies explizit auf die anhaltenden Preisprobleme im aktuellen Einzelhandelsumfeld.

Trotz der trüben Aussichten sorgt die Aktionärsstruktur für eine gewisse Stabilität. Berkshire Hathaway hält weiterhin ein massives Aktienpaket an dem Lebensmittelkonzern. Obwohl es zuletzt Spekulationen über die Unzufriedenheit der Investmentgesellschaft gab, deuten aktuelle Berichte nicht auf einen baldigen Verkauf nach der abgesagten Aufspaltung hin. Für institutionelle Käufer dürfte dabei vor allem die hohe Dividendenrendite von nahezu 6,9 Prozent das entscheidende Argument sein, um an dem Titel festzuhalten.

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Diskussion zu Kraft Heinz

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.