Statt der erhofften Wertsteigerung durch eine Aufspaltung zieht der Lebensmittelriese die Notbremse. Das Management bläst die Trennung in zwei unabhängige Unternehmen ab und schockt die Anleger gleichzeitig mit einer Prognose für 2026, die weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Kann ein neues 600-Millionen-Dollar-Investitionsprogramm das Ruder noch herumreißen?
Rückzieher und schwacher Ausblick
Der Hauptgrund für die negative Stimmung ist die überraschende Entscheidung, die Aufteilung des Geschäfts in die Sparten „Global Taste Elevation Co.“ und „North American Grocery Co.“ auf Eis zu legen. Dieser Plan galt bisher als zentraler Hebel, um verborgene Werte im Konzern zu heben. Stattdessen setzt das Management nun auf interne Sanierung und will 600 Millionen Dollar in die Revitalisierung der Kernmarken investieren.
Noch schwerer wiegt für viele Investoren jedoch der Ausblick auf das Gesamtjahr 2026. Die Unternehmensführung erwartet einen bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) zwischen 1,98 und 2,10 Dollar. Dieser Wert liegt deutlich unter den Konsensschätzungen der Wall Street, die im Vorfeld bei etwa 2,50 Dollar lagen.
Zusätzlich geht das Unternehmen von einem organischen Umsatzrückgang von 1,5 bis 3,5 Prozent aus. Als Gründe führt das Management anhaltenden Inflationsdruck und Gegenwind durch gekürzte staatliche Lebensmittelhilfen (SNAP) im US-Markt an.
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Die Zahlen im Überblick
Der Strategiewechsel begleitete die Vorlage der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025, die ein gemischtes Bild zeigten:
- Gewinn: Das bereinigte EPS lag mit 0,67 Dollar leicht über den Erwartungen (0,61 Dollar).
- Umsatz: Die Erlöse fielen mit 6,35 Milliarden Dollar enttäuschend aus – ein Minus von 3,4 Prozent im Vorjahresvergleich.
- Volumen: Der organische Umsatz sank um 4,2 Prozent, da Konsumenten ihre Ausgaben in wichtigen Kategorien zurückfuhren.
Analysten ziehen Konsequenzen
Die Kombination aus Strategiewechsel und schwacher Guidance löste umgehend Reaktionen am Markt aus. JPMorgan stufte die Aktie am Donnerstag von „Neutral“ auf „Underweight“ herab und setzte das Kursziel auf 22,00 Dollar fest. Dies impliziert ein zweistelliges Abwärtspotenzial vom aktuellen Niveau. Die Analysten bezweifeln, dass die operative Wende angesichts sinkender Verkaufsmengen und Margendruck schnell gelingt.
Das Unternehmen versucht, die Probleme nun operativ statt strukturell zu lösen. Der Fokus liegt auf Marketing und Produktverbesserungen in schwächelnden Segmenten wie Aufschnitt und Kaffee. Einziger Trost für Einkommensinvestoren bleibt die Dividende: Trotz der Turbulenzen wurde eine Quartalsausschüttung von 0,40 Dollar je Aktie bestätigt, zahlbar am 27. März 2026. Ob dies ausreicht, um die Wachstumssorgen zu kompensieren, bleibt angesichts der fundamentalen Herausforderungen fraglich.
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