Die Aktie von Kraft Heinz ist unter die Räder geraten. Am Donnerstag markierte der Titel ein neues 52-Wochen-Tief bei rund 23,60 US-Dollar – der niedrigste Stand seit über einem Jahr. Auslöser ist eine überraschende politische Attacke auf die gesamte Branche verarbeiteter Lebensmittel.
Trump-Regierung nimmt Fertigprodukte ins Visier
Die neue US-Regierung unter Donald Trump verschärft den Ton gegenüber Herstellern von Ultra-Processed Foods. Am Mittwoch stellten hochrangige Vertreter, darunter Robert F. Kennedy Jr., eine überarbeitete „Ernährungspyramide“ vor, die verpackte Fertigprodukte explizit herabstuft. Die Botschaft ist eindeutig: Weniger Convenience-Food, mehr frische Zutaten.
Die Reaktion an der Börse ließ nicht lange auf sich warten. Kraft Heinz verlor allein am Mittwoch rund 1,6 Prozent und schloss bei etwa 23,51 US-Dollar. Auch Wettbewerber wie Mondelez und General Mills gerieten unter Druck, doch Kraft Heinz trifft es besonders hart. Analysten von Stifel halten an ihrer vorsichtigen „Hold“-Einschätzung mit einem Kursziel von 26 US-Dollar fest.
Die Sorge der Investoren: Sollten aus den politischen Ankündigungen konkrete Maßnahmen werden – etwa Steuern auf stark verarbeitete Lebensmittel oder verschärfte Kennzeichnungspflichten – könnte das Absatzvolumen für Kraft Heinz deutlich sinken.
Konzernumbau unter neuem Chef
Parallel zum politischen Gegenwind steht das Unternehmen vor einem massiven internen Umbau. Seit dem 1. Januar führt Steve Cahillane als neuer CEO die Geschäfte. Seine Aufgabe: die geplante Aufspaltung in zwei eigenständige Gesellschaften bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 umsetzen.
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Der Markt zeigt sich skeptisch. Die Zahlen stimmen nicht optimistisch: Kraft Heinz schrieb in den letzten zwölf Monaten rote Zahlen, das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist negativ. Immerhin bietet die Aktie mit einer Dividendenrendite von rund 6,7 Prozent einen Lichtblick für Einkommensinvestoren – die jährliche Ausschüttung liegt bei 1,60 US-Dollar.
Charttechnisch angeschlagen
Das Chartbild ist klar bärisch. Der Bruch unter die 24-US-Dollar-Marke erfolgte unter erhöhtem Volumen. Auch Insider zeigen wenig Zuversicht: Ende Dezember trennte sich Miguel Patricio von einem größeren Aktienpaket.
Die nächste relevante Unterstützung liegt nun im Bereich um 23,50 US-Dollar. Sollte die politische Rhetorik in konkrete Gesetzesinitiativen münden, dürfte selbst die attraktive Dividende kaum ausreichen, um weitere Kursverluste zu verhindern.
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