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Kraft Heinz Aktie: Optionssignal

Der Nahrungsmittelkonzern strafft sein Portfolio, während spekulative Optionswetten auf eine Kurserholung hindeuten. Gleichzeitig steht das Kerngeschäft unter Druck.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ungewöhnlich hohe Nachfrage nach Call-Optionen
  • Verkauf des italienischen Babynahrungsgeschäfts abgeschlossen
  • Wettbewerbsdruck im Segment Mac & Cheese
  • Hohe Dividendenrendite von rund 6,5 Prozent

Kraft Heinz sorgt zum Jahresstart weniger mit dem Kurs als mit auffälligen Bewegungen im Optionsmarkt für Gesprächsstoff. Parallel treibt der Nahrungsmittelkonzern seine strategische Neuausrichtung voran und trennt sich von Randaktivitäten. Entscheidend wird nun, ob diese Mischung aus Portfoliobereinigung und spekulativen Wetten dem skeptischen Marktbild etwas entgegensetzen kann.

Auffällige Optionswetten

Am Freitag kam es zu einem deutlichen Anstieg beim Handel mit Call-Optionen auf die Aktie. Insgesamt wurden 52.195 Call-Optionen gekauft – rund 91 % mehr als das durchschnittliche tägliche Volumen von 27.292 Kontrakten.

Diese ungewöhnlich hohe Nachfrage nach Kaufoptionen deutet darauf hin, dass ein Teil der Marktteilnehmer kurzfristig mit einer Erholung oder zumindest mit spürbarer Volatilität rechnet. Hintergrund ist, dass der Titel zuvor über längere Zeit unter Druck stand und Anleger mögliche Gegenbewegungen verstärkt über Derivate spielen.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie aktuell wieder deutlicher über ihren kurzfristigen Durchschnittswerten. Mit einem Schlusskurs von 24,52 US-Dollar am Freitag liegt sie rund 12 % über dem 50-Tage-Durchschnitt und etwa 6,6 % über der 200-Tage-Linie, bleibt aber auf Sicht von zwölf Monaten mit gut 18 % im Minus.

Portfolio wird gestrafft

Abseits des Handelsparketts arbeitet das Management weiter an der Fokussierung des Geschäfts. So hat Kraft Heinz den Verkauf seines italienischen Babynahrungsgeschäfts, inklusive Marken wie Plasmon, abgeschlossen. Der Deal hat ein Volumen von rund 146 Millionen US-Dollar.

Die Transaktion fügt sich in die Strategie ein, nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche abzugeben und Kapital in wachstumsstärkere Kategorien zu lenken. An der Börse sorgt dieser Schritt allerdings bislang nicht für einen klaren Befreiungseffekt: Der Kurs tut sich schwer, sich nachhaltig von der Region um 24 bis 25 US-Dollar nach oben zu lösen.

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Gegenwind im Kerngeschäft

Gleichzeitig steht ein wichtiges Standbein des Konzerns unter Druck. In einem aktuellen Bericht heißt es, Kraft Heinz habe im Segment Macaroni & Cheese an „Schwung verloren“. In diesem Bereich treffen das Unternehmen intensiver Wettbewerb und veränderte Konsumgewohnheiten.

Gerade weil haltbare Fertiggerichte traditionell einen stabilen Ertragsbringer darstellen, wiegen solche Hinweise schwer. Sie nähren Zweifel, ob der Konzern seine Marktposition in zentralen Kategorien halten und ausbauen kann, während er an anderer Stelle sein Portfolio verschlankt.

Hohe Dividende als Puffer

Für einkommensorientierte Anleger bleibt die Aktie trotz der operativen Fragezeichen attraktiv. Das Papier bietet derzeit eine Dividendenrendite von rund 6,5 %. Die jüngste Quartalsdividende von 0,40 US-Dollar je Aktie wurde am 26. Dezember 2025 ausgeschüttet.

Eine derart hohe Ausschüttung kann den Kurs tendenziell nach unten abstützen, weil sie das Halten der Aktie finanziell interessanter macht – insbesondere dann, wenn Wachstumsfantasie fehlt oder das operative Umfeld holprig ist.

Fazit: Zwischen Neuaufstellung und Skepsis

Unterm Strich prallen bei Kraft Heinz derzeit zwei Entwicklungen aufeinander: Auf der einen Seite stehen ein klar erkennbarer Bereinigungsprozess im Portfolio und ein Optionsmarkt, der kurzfristig auf Bewegung nach oben setzt. Auf der anderen Seite belasten strukturelle Herausforderungen im Kerngeschäft und eine Kursbilanz, die auf Jahressicht deutlich negativ ist. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Strategie aus Verkäufen nicht-kerner Geschäftsbereiche und die anhaltend hohe Dividende ausreichen, um das schwächere operative Momentum im Bereich der Klassiker wie Mac & Cheese zu kompensieren.

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