Kraft Heinz steht vor der größten Transformation seiner Unternehmensgeschichte. Seit Jahresanfang führt Steve Cahillane als neuer CEO den Konzern – und soll ihn bis Ende 2026 in zwei eigenständige Unternehmen aufspalten. Die Aktie dümpelt derweil nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Kann die radikale Neuordnung den erhofften Befreiungsschlag bringen?
Führungswechsel zum Jahresstart
Am 1. Januar 2026 übernahm Steve Cahillane den Posten des Chief Executive Officers. Cahillane kommt von Kellanova, wo er bis zur Übernahme durch Mars als CEO tätig war. Seine Erfahrung in der Markenführung und Restrukturierung soll nun Kraft Heinz durch die entscheidende Phase führen. Sein Vorgänger Carlos Abrams-Rivera bleibt bis März 2026 beratend an Bord, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Die Hauptaufgabe ist klar definiert: Die steuerfreie Aufspaltung des Konzerns in zwei börsennotierte Unternehmen bis zur zweiten Jahreshälfte 2026.
Zwei Unternehmen, zwei Strategien
Das Kernstück der Transformation ist die Trennung in zwei fokussierte Einheiten:
Global Taste Elevation Co. vereint die wachstumsstarken Marken wie Heinz, Philadelphia und Kraft Mac & Cheese. Der Fokus liegt auf Saucen, Gewürzen und dem Premium-Segment.
North American Grocery Co. übernimmt das stabile Basisgeschäft mit Oscar Mayer, Kraft Singles und Lunchables. Hier stehen Effizienz und verlässlicher Cashflow im Vordergrund.
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Die Logik dahinter: Jedes Unternehmen kann seine eigene Strategie verfolgen – globales Wachstum auf der einen, operative Exzellenz auf der anderen Seite.
Wall Street bleibt skeptisch
Die Reaktion der Analysten fällt verhalten aus. Morgan Stanley stufte die Aktie kürzlich auf „Underweight“ herab und senkte das Kursziel von 27 auf 24 US-Dollar. Als Begründung nennen die Analysten Wettbewerbsdruck und eingeschränkte Gewinnflexibilität.
Piper Sandler zeigt sich etwas optimistischer mit einem Kursziel von 27 US-Dollar, während Stifel bei „Hold“ und 26 US-Dollar bleibt. Der Konsens unter 21 Analysten tendiert klar zu „Halten“ – ein Zeichen für die Unsicherheit rund um die Umsetzung der Aufspaltung.
Zahlen unter Druck, Dividende attraktiv
Für einkommensorientierte Anleger bleibt die Dividendenrendite von rund 6,7 Prozent ein Lichtblick. Die Gewinnaussichten dagegen trüben sich ein: Für das vierte Quartal 2025 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 0,61 US-Dollar – ein Rückgang von etwa 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 liegt die Prognose bei 2,53 US-Dollar je Aktie, was einem Minus von rund 17 Prozent entspricht.
Parallel dazu versucht das Unternehmen, durch Marketinginitiativen wie die „Heinz Fry Box“ Mitte Januar Markenpräsenz zu zeigen. Ob solche Aktionen ausreichen, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten.
Entscheidende Monate stehen bevor
Die kommenden Quartalsberichte und konkrete Fortschritte bei der geplanten Trennung werden zeigen, ob Cahillane und sein Team die ambitionierte Transformation umsetzen können. Der Quartalsbericht für Q4 2025 wird erste Hinweise liefern, ob die operative Entwicklung stabilisiert werden kann. Bis zur Aufspaltung in der zweiten Jahreshälfte 2026 ist noch ein weiter Weg – und die Märkte fordern Beweise statt Versprechungen.
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