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Kraft Heinz Aktie: Neustart 2026

Kraft Heinz startet mit neuem CEO und einer umfassenden Restrukturierung ins Jahr 2026. Der Konzern plant die Trennung in zwei eigenständige Unternehmen, um den langjährigen Bewertungsabschlag zu verringern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Steve Cahillane übernimmt als neuer Konzernchef
  • Verkauf des italienischen Babykostgeschäfts abgeschlossen
  • Geplante Aufspaltung in zwei börsennotierte Gesellschaften
  • Aktie notiert mit hoher Dividendenrendite von 6,6%

Kraft Heinz startet mit einem doppelten Einschnitt ins Jahr 2026: neuer CEO, große Portfolio-Umstrukturierung und der Fahrplan für eine Aufspaltung in zwei börsennotierte Gesellschaften. Im Zentrum steht die Frage, ob der Konzern damit endlich den Bewertungsabschlag am Markt verringern kann. Klar ist: Für die Aktie beginnt eine entscheidende Phase, in der die Strategie nun zeigen muss, was sie wert ist.

Neuer CEO, alter Druck

Seit heute führt Steve Cahillane das Ruder und löst Carlos Abrams-Rivera als CEO ab. Cahillane kommt von Kellanova und bringt Erfahrung mit tiefgreifenden Konzernumbauten und Fusionen mit – genau das, was Kraft Heinz jetzt braucht.

Denn 2025 war für die Aktie ein schwieriges Jahr. Der Kurs stand unter anhaltendem Druck, vor allem wegen rückläufiger Absatzvolumina und stärkerer Konkurrenz durch Handelsmarken. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den neuen Chef: Er soll die Stimmung drehen und vor allem die geplante Aufspaltung in der zweiten Jahreshälfte 2026 sauber umsetzen. Ziel ist es, wachstumsstarke Bereiche klar von den etablierten, cashstarken Marken zu trennen.

Italien-Geschäft verkauft

Parallel zum Führungswechsel hat Kraft Heinz kurz vor Jahresende einen wichtigen Portfolio-Schritt abgeschlossen. Am 31. Dezember ging das italienische Baby- und Spezialnahrungsgeschäft an NewPrinces.

Die Eckpunkte des Deals:

  • Kaufpreis: 146 Millionen US-Dollar in bar
  • Marken: unter anderem Plasmon, Nipiol, Dieterba, Aproten und Biaglut
  • Infrastruktur: Übergang des Produktionsstandorts in Latina (Italien) an den Käufer
  • Strategischer Zweck: Fokus auf die global ausgerichteten „Taste Elevation“-Plattformen

Mit dieser Transaktion zieht sich Kraft Heinz aus einem klar abgegrenzten Segment zurück, um Kapital und Managementaufmerksamkeit auf Bereiche zu lenken, die im künftigen Konzernmodell eine zentrale Rolle spielen sollen. Trotz des Abschlusses blieb der Aktienkurs im letzten Handelstag 2025 allerdings weitgehend unverändert – ein Hinweis darauf, dass der Markt den Schritt eher als Baustein einer größeren Story denn als alleinigen Kurstreiber bewertet.

Die Aufspaltung in zwei Gesellschaften

Kern der strategischen Neuausrichtung ist die geplante Trennung in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen: Global Taste Elevation Co. und North American Grocery Co.

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Global Taste Elevation Co.
Diese Einheit soll als Wachstumsmotor auftreten. Hier bündelt Kraft Heinz margenstarke, global bekannte Marken, die aus Sicht des Managements ein höheres Bewertungsniveau verdienen – näher an vergleichbaren, wachstumsorientierten Konsumgüterkonzernen.

North American Grocery Co.
Die zweite Gesellschaft konzentriert sich auf das eher stabile, regional ausgerichtete Nordamerika-Geschäft. Es ist auf verlässliche Cashflows ausgelegt und dürfte damit vor allem für Value- und Dividendeninvestoren interessant sein.

Die Aufspaltung soll eine langjährige Kritik adressieren: Bisher wurden wachstumsstärkere Segmente im Gesamtkonzern von langsameren, traditionellen Lebensmittelbereichen „verwässert“. Durch die Trennung sollen beide Profile klarer sichtbar werden – und damit im Idealfall auch unterschiedliche Investorenkreise anziehen. Noch offen sind Details zu Kapitalstruktur und Dividendenpolitik der beiden Unternehmen; diese Klarheit soll Cahillane im Laufe des ersten Quartals 2026 liefern.

Bewertung, Dividende und Skepsis

Zum Jahresende 2025 notierte die Kraft-Heinz-Aktie bei rund 24,25 US-Dollar und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von gut 30 US-Dollar. Der Titel hat sich zwar zuletzt etwas vom Tief um die 20,5 US-Dollar gelöst, rangiert aber weiterhin in der unteren Spanne der vergangenen zwölf Monate.

Die niedrige Bewertung sorgt für eine attraktive Dividendenrendite von etwa 6,6 Prozent – ein Spitzenwert im Konsumgütersektor. Für einkommensorientierte Anleger ist das eine üppige Entschädigung für die Risiken der laufenden Restrukturierung. Gleichzeitig signalisiert das Kursniveau tiefe Skepsis des Marktes: Die Aktie wird mit einem deutlichen Abschlag auf die Bewertungsmultiplikatoren von Branchengrößen wie PepsiCo gehandelt. Hauptsorgen sind die schwache operative Entwicklung und die Frage, ob Kraft Heinz in einem preisbewussten Konsumentenmarkt ausreichend Preissetzungsmacht zurückgewinnen kann.

Analysten zurückhaltend

Die Analystenlandschaft bleibt verhalten. Häuser wie Piper Sandler und Stifel bestätigen ihre Halteempfehlungen und sehen Kursziele im Bereich von 26 bis 27 US-Dollar. In Summe gilt die Aktie als bilanziell unterbewertet, doch die Unsicherheit rund um die operative Entwicklung und die Umsetzung der Aufspaltung verhindert bislang eine deutlich positivere Einstufung.

Mit dem Handelsstart 2026 richtet sich der Blick nun auf die ersten Schritte des neuen CEOs. Entscheidend werden zwei Punkte: Gelingt es, die Absatztrends zu stabilisieren, und kommt die Trennung in Global Taste Elevation Co. und North American Grocery Co. nach Plan voran? In den kommenden Monaten stehen dabei vor allem die im ersten Quartal erwarteten Details zu Struktur und Ausschüttungspolitik der neuen Einheiten im Fokus – sie dürften maßgeblich bestimmen, ob der Markt der Kraft-Heinz-Story wieder mehr Vertrauen schenkt.

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