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Kraft Heinz Aktie: Neustart

Kraft Heinz ernennt Nicolas Amaya zum neuen Nordamerika-Präsidenten, um die angeschlagene Kernregion zu stabilisieren. Der Fokus liegt auf Investitionen in Marketing und Vertrieb, während eine geplante Aufspaltung pausiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Führungswechsel nach Marktanteilsverlusten in den USA
  • Neue Investitionen in Marketing und Vertrieb geplant
  • Vorläufiger Stopp der geplanten Unternehmensaufspaltung
  • Aktie verzeichnet deutliche Verluste im Jahresvergleich

Kraft Heinz zieht in seinem wichtigsten Markt die Reißleine – zumindest personell. Ausgerechnet in Nordamerika, wo die Marke zuletzt Marktanteile verlor, übernimmt jetzt ein neuer Präsident das Steuer. Die Botschaft dahinter: Der Turnaround soll nicht nur angekündigt, sondern umgesetzt werden.

Neuer Chef für Nordamerika

Nicolas Amaya übernimmt heute, am 23. Februar 2026, offiziell die Rolle des Präsidenten für das Nordamerika-Geschäft. Er verantwortet damit Strategie, operatives Geschäft und die Performance in der größten Region des Konzerns.

Der Wechsel folgt direkt auf den Abgang seines Vorgängers: Pedro Navio ist bereits gestern, am 22. Februar 2026, zurückgetreten. Für eine kurze Übergangszeit bleibt er dem Unternehmen allerdings beratend erhalten, um den Übergang zu glätten.

Warum der Wechsel jetzt kommt

Der Personalwechsel ist eng mit den Problemen im US-Markt verknüpft. Kraft Heinz hat dort zuletzt Marktanteile eingebüßt – ein Warnsignal, weil Nordamerika das zentrale Ertragsfeld ist. Amaya soll nun genau an dieser Stelle ansetzen.

Er bringt dafür Erfahrung aus früheren Führungsrollen bei Kellogg mit, sowohl in den USA als auch in Lateinamerika. Das ist für Kraft Heinz relevant, weil es nicht nur um einzelne Marken geht, sondern um die Frage, wie Vertrieb, Marketing und Positionierung im Wettbewerbsumfeld wieder besser greifen.

Mehr Geld für Marken – und Fokus statt Aufspaltung

Der Führungswechsel passt zur zuletzt kommunizierten Strategie: Kraft Heinz hat einen größeren Investitionsplan skizziert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Im Zentrum stehen höhere Ausgaben für Marketing, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung. Ziel ist es, die bekannten Marken zu stabilisieren und wieder auf Wachstum zu trimmen.

Gleichzeitig setzt das Management einen anderen Akzent: CEO Steve Cahillane hat eine zuvor geplante Aufspaltung des Unternehmens vorerst auf Eis gelegt. Statt Strukturdebatten liegt der Schwerpunkt nun klar darauf, die nordamerikanischen Geschäfte wieder gesünder aufzustellen und profitables Wachstum zu erreichen.

Ein Blick auf den Kurs unterstreicht, warum dieser Fokus wichtig ist: Auf 12-Monats-Sicht liegt die Aktie trotz jüngster Erholung deutlich im Minus (-30,94%).

Zum nächsten Prüfstein wird, ob sich die angekündigten Investitionen und der Führungswechsel in Nordamerika in messbaren Fortschritten niederschlagen – genau dort, wo Kraft Heinz zuletzt Marktanteile verloren hat und wo der Konzern jetzt die Priorität setzt.

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Diskussion zu Kraft Heinz

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.