Kraft Heinz meldet Zahlen mit massiven Gegensätzen. Während der Lebensmittelriese operativ die Gewinnerwartungen übertraf, belastete eine gigantische Abschreibung das Jahresergebnis schwer. Zudem zeigt der verfehlte Umsatz, dass die Preismacht des Konzerns bröckelt. Anleger müssen nun abwägen: Wie schwer wiegt die Wachstumsschwäche gegenüber der verbesserten Profitabilität?
Gewinn hui, Umsatz pfui
Auf der Ergebnisseite konnte Kraft Heinz im vierten Quartal 2025 punkten. Dank strikter Sparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen kletterte der bereinigte Gewinn pro Aktie auf 0,67 US-Dollar. Damit schlug der Konzern die Prognosen der Wall Street, die lediglich mit 0,61 US-Dollar gerechnet hatte. Das Management beweist damit, dass es die Margen auch in einem schwierigen Umfeld schützen kann.
Die Umsatzentwicklung erzählt jedoch eine andere Geschichte. Mit Einnahmen von 6,35 Milliarden US-Dollar verfehlte das Unternehmen die Analystenschätzungen von 6,42 Milliarden US-Dollar. Der Grund ist im gesamten Sektor spürbar: Preissensible Konsumenten greifen im aktuellen Inflationsumfeld verstärkt zu günstigeren Handelsmarken, was das Volumenwachstum der Markenhersteller bremst.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
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- Bereinigter Gewinn je Aktie (Q4): 0,67 US-Dollar (Erwartung: 0,61 US-Dollar)
- Umsatz (Q4): 6,35 Milliarden US-Dollar (Erwartung: 6,42 Milliarden US-Dollar)
- Sondereffekt: 9,3 Milliarden US-Dollar Wertberichtigung (nicht zahlungswirksam)
- Dividende: 0,40 US-Dollar je Aktie (Zahltag: 27. März 2026)
Bilanzielle Belastung und Ausblick
Das Jahresergebnis 2025 wurde durch einen massiven Sondereffekt verzerrt. Kraft Heinz verbuchte eine Wertberichtigung (Impairment Charge) in Höhe von rund 9,3 Milliarden US-Dollar. Dies führte zu einem ausgewiesenen Jahresverlust von knapp 5,85 Milliarden US-Dollar. Obwohl es sich hierbei um einen rein buchhalterischen Vorgang ohne direkten Abfluss von Barmitteln handelt, verdeutlicht die Summe die notwendige Anpassung der Vermögenswerte an die neuen Marktgegebenheiten.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt das Management eine klare Orientierung: Der Gewinn je Aktie soll zwischen 1,98 und 2,10 US-Dollar liegen. Um dem Umsatzschwund entgegenzuwirken, plant der Konzern Investitionen in Höhe von 600 Millionen US-Dollar zur Revitalisierung des Portfolios.
Die Diskrepanz zwischen Gewinnoptimierung und Umsatzrückgang bleibt die zentrale Herausforderung für Kraft Heinz. Während die Kostenkontrolle funktioniert, muss der Konzern beweisen, dass er trotz starker Konkurrenz durch Eigenmarken wieder organisch wachsen kann. Die bestätigte Dividende bietet Einkommensinvestoren bis zur Klärung dieser Frage zumindest eine stabile Rendite.
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