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Symbolbild, KI-generiert

Kraft Heinz Aktie: Glanzzeiten vorüber?

Warren Buffetts Investmentgesellschaft steigt vollständig aus Kraft Heinz aus und signalisiert damit fehlendes Vertrauen in die geplante Konzernaufspaltung. Analysten reagieren mit Herabstufungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf von über 325 Millionen Aktien durch Berkshire
  • Aktie verlor rund 70 Prozent seit 2017
  • Neuer CEO mit massivem Vertrauensentzug konfrontiert
  • Geplante Aufspaltung des Konzerns 2026

Warren Buffetts Berkshire Hathaway zieht die Reißleine. Nach über einem Jahrzehnt meldet der Investmentgigant den Ausstieg aus Kraft Heinz – und das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die SEC-Unterlagen vom 21. Januar offenbaren: 325,4 Millionen Aktien stehen zum Verkauf. Das entspricht mehr als einem Viertel des gesamten Grundkapitals. Die Botschaft an den Markt ist klar: Berkshire traut der geplanten Restrukturierung nicht.

Der Abschied von einem Fehlkauf

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Seit dem Höchststand 2017 hat die Aktie rund 70 Prozent an Wert verloren. Im Sommer 2025 verbuchte Berkshire bereits eine Abschreibung von 3,76 Milliarden Dollar auf das Investment. CEO Greg Abel räumt offenbar auf im Portfolio seines Vorgängers Warren Buffett, der die Fusion von Kraft und Heinz 2015 selbst als Fehler bezeichnet hatte.

Besonders bitter: Der neue Kraft-Heinz-Chef Steve Cahillane, seit 1. Januar 2026 im Amt, sieht sich direkt mit einem massiven Vertrauensentzug konfrontiert. Die Analysten ziehen mit:

  • BNP Paribas Exane stuft auf „Underperform“ ab, Kursziel 22 Dollar
  • JPMorgan senkt auf „Neutral“, Ziel 24 Dollar – Begründung: anhaltender Volumendruck bis Ende 2026
  • Jefferies reduziert das Kursziel auf 23 Dollar bei „Hold“, kritisiert „unklare Aufspaltungsstrategie“

Das operative Geschäft liefert wenig Hoffnung. Die US-Verkäufe im Einzelhandel fielen im vierten Quartal um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Flucht vor der Aufspaltung

Cahillane soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 den Konzern in zwei börsennotierte Unternehmen teilen: „Global Taste Elevation Co.“ für wachstumsstarke Saucen und Würzmittel sowie „North American Grocery Co.“ für etablierte Hausmarken in den USA. Berkshires Registrierung zum Ausstieg interpretieren Beobachter als Misstrauensvotum gegenüber diesem Plan.

Statt auf die Umsetzung der Aufspaltung zu warten, zieht Berkshire den Stecker – selbst zu den aktuellen Tiefständen. Die Frage nach dem Wertschöpfungspotenzial der geplanten Trennung scheint damit beantwortet.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 11. Februar 2026 vor Handelsbeginn folgen die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,61 Dollar bei Erlösen von 6,38 Milliarden Dollar. Bis dahin dürfte der Verkaufsdruck anhalten. Sollte Berkshire die Anteile über den offenen Markt abstoßen statt über ein Zweitplatzierungsverfahren, könnte die Liquiditätsbelastung jede Erholung im Keim ersticken.

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