Kraft Heinz hat seine Pläne für eine Unternehmensaufspaltung auf Eis gelegt und setzt stattdessen auf eine Produktoffensive. CEO Steve Cahillane ist überzeugt, dass die Schwächen bei den wichtigsten Marken „behebbar und unter Kontrolle“ sind — und untermauert das mit einem 600-Millionen-Dollar-Investitionsprogramm.
PowerMac und neue Produktlinien
Das Herzstück der Initiative ist „PowerMac“, eine proteinreiche Variante des klassischen Mac & Cheese. Mit 17 Gramm Protein und 6 Gramm Ballaststoffen pro Portion soll das Produkt doppelt so viel Protein und sechsmal so viele Ballaststoffe wie das Original liefern. Ab April 2026 kommt es in den Varianten „Original“ und „White Cheddar“ für 2,99 US-Dollar in den Handel.
Flankiert wird der Launch von weiteren Neuheiten: eine zuckerreduzierte Capri-Sun-Variante mit Elektrolyten sowie eine überarbeitete Lunchables-Linie mit Snack-Fokus. Die Investitionen fließen in Marketing, Forschung und Produktentwicklung rund um die drei Kernmarken Mac & Cheese, Lunchables und Capri Sun.
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Zahlen mit Licht und Schatten
Die Quartalszahlen für Q4 2025 lieferten ein gemischtes Bild. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 0,67 US-Dollar die Konsensschätzung von 0,61 US-Dollar. Der Nettoumsatz von 6,35 Milliarden US-Dollar lag jedoch 3,4 Prozent unter dem Vorjahreswert — ein Rückgang, der den Strategieschwenk erklärt.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Gewinn je Aktie zwischen 1,98 und 2,10 US-Dollar. Auf Analystenseite bleibt die Stimmung verhalten: Der Konsens lautet weiterhin „Reduce“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 24,78 US-Dollar. JPMorgan senkte sein Ziel im Februar auf 22 US-Dollar.
Die Aktie notiert derzeit rund 29 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 28,14 Euro und damit nahe dem Jahrestief. Eine Dividendenrendite von rund 7,0 Prozent — bei einer Quartalsdividende von 0,40 US-Dollar — bietet zumindest Einkommensanlegern einen gewissen Puffer, solange die Produktoffensive noch keine Wachstumsdynamik entfaltet hat.
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