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Kraft Heinz Aktie: Entwarnung für Anleger

Berkshire Hathaway-CEO Greg Abel stellt klar, dass kein Verkauf des 27,5-Prozent-Anteils an Kraft Heinz geplant ist. Die Unterstützung für den neuen Fokus auf operative Verbesserungen gibt Anlegern Planungssicherheit.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Berkshire dementiert Verkaufsabsichten für Kraft Heinz
  • Unterstützung für neuen Fokus auf Produktinnovationen
  • Aktie hat in einem Jahr 28 Prozent verloren
  • RSI deutet auf überverkauften Titel hin

Ein regulatorisches Dokument aus dem Januar sorgte bei Aktionären des Lebensmittelgiganten für erhebliche Unruhe. Plant Großaktionär Berkshire Hathaway den massiven Ausstieg? Nun liefert Berkshire-CEO Greg Abel die dringend benötigte Klarstellung zu dem 27,5-Prozent-Paket und nimmt das unmittelbare Risiko eines Abverkaufs aus dem Markt.

Nur eine Vorsichtsmaßnahme

In einem aktuellen Interview adressierte Abel die Anmeldung bei der US-Börsenaufsicht SEC direkt und betonte, dass der Schritt lediglich der Vorbereitung diente. Es handele sich dabei um eine formale Maßnahme, um für die Zukunft flexibel zu bleiben, falls man sich jemals für einen Verkauf entscheiden sollte. Ein sofortiger Ausstieg sei derzeit jedoch nicht geplant.

Diese Aussage verändert die Perspektive für Investoren grundlegend. Sie wandelt die Sorge vor einer zeitnahen Liquidation der über 325 Millionen Aktien in eine Position des abwartenden Beobachtens um.

Rückendeckung für den Kurswechsel

Die Klarstellung von Berkshire Hathaway kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da Kraft Heinz unter CEO Steve Cahillane gerade einen strategischen Schwenk vollzieht. Anstatt den Konzern wie zuvor geplant aufzuspalten, wurde dieses Vorhaben nun pausiert. Das Management will sich stattdessen auf operative Verbesserungen konzentrieren und rund 600 Millionen US-Dollar in Produktinnovationen sowie gezielte Preissenkungen investieren, um das Wachstum zu stimulieren.

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Abel bezeichnete diesen Kurswechsel öffentlich als den absolut richtigen Ansatz. Berkshire signalisiert damit die Bereitschaft, dem Management die nötige Zeit für den Turnaround zu geben.

Ein historisch schwieriges Investment

Trotz der aktuellen Unterstützung verhehlt die Berkshire-Führung nicht, dass sich das Investment über die Jahre schwach entwickelt hat. Die im Jahr 2015 orchestrierte Fusion von Kraft und Heinz hat die Erwartungen nie erfüllt – eine Tatsache, die sowohl Warren Buffett in der Vergangenheit als auch Greg Abel nun erneut als enttäuschend bezeichneten. Dies spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider: Auf Sicht der letzten zwölf Monate hat die Aktie rund 28 Prozent an Wert verloren und schloss am Freitag bei 21,15 Euro, wobei der Titel mit einem RSI von 27,6 aktuell als überverkauft gilt.

Durch die klaren Aussagen aus Omaha ist das akute Risiko eines massiven Aktienverkaufs durch den Hauptanteilseigner vorerst abgewendet. Der Markt kann sich nun voll auf die fundamentalen Daten von Kraft Heinz konzentrieren und bewerten, ob die Reinvestitionsstrategie von 600 Millionen US-Dollar die gewünschten operativen Erfolge liefert.

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Diskussion zu Kraft Heinz

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.