Eine Dividendenrendite von über 6 Prozent klingt verlockend – doch bei Kraft Heinz sollten bei Anlegern alle Alarmglocken schrillen. Während Großinvestoren sich uneinig sind, warnt Börsen-Guru Jim Cramer explizit vor dem Einstieg und bezeichnet das Portfolio als veraltet. Steht der Lebensmittelriese vor der Wende oder geraten Anleger hier in eine klassische Falle?
Kampf der Giganten
Hinter den Kulissen tobt ein Tauziehen um die Zukunft des Konzerns. Die jüngsten Pflichtmitteilungen offenbaren eine tiefe Spaltung unter den Großinvestoren. Franklin Resources wettet massiv auf eine Erholung und hat seine Position im zweiten Quartal 2025 um bemerkenswerte 175 Prozent aufgestockt.
Ganz anders sieht es bei der Elo Mutual Pension Insurance aus: Der Fonds hat fast ein Drittel seiner Anteile abgestoßen und signalisiert damit massives Misstrauen. In dieses Wespennest sticht nun auch der bekannte US-Finanzkommentator Jim Cramer. Am gestrigen Samstag riet er Anlegern unmissverständlich zum Verkauf. Seine Begründung trifft den wunden Punkt: Der „neue Konsument“ kaufe schlichtweg kein Kraft Heinz mehr. Traditionsmarken wie Oscar Mayer oder Jell-O hätten den Anschluss an moderne Ernährungsgewohnheiten verloren.
Radikale Zerschlagung als letzter Ausweg?
Um diesen strukturellen Problemen und dem massiven Wertverlust von fast 27 Prozent seit Jahresbeginn entgegenzuwirken, plant das Management einen drastischen Schritt: die Aufspaltung des Unternehmens. Der Koloss soll in zwei börsennotierte Einheiten geteilt werden:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Kraft Heinz?
- Global Taste Elevation Co.: Hier sollen die „Kronjuwelen“ und Wachstumstreiber wie Heinz Ketchup und Philadelphia gebündelt werden.
- North American Grocery Co.: In dieser Einheit werden die schwächelnden Cash-Cows wie Oscar Mayer und Lunchables geparkt.
Die Reaktionen auf diesen Plan fallen gemischt aus. Selbst Investorenlegende Warren Buffett äußerte sich enttäuscht. Kritiker befürchten, dass diese finanzielle Neuordnung das Kernproblem – die sinkende Relevanz der Marken im Supermarktregal – nicht lösen kann.
Rote Zahlen alarmieren
Für einkommensorientierte Anleger stellt die Aktie ein Dilemma dar. Zwar lockt eine Dividendenrendite von rund 6,3 Prozent, doch die Fundamentaldaten sind alarmierend. Das Unternehmen kämpft mit negativen Margen und roten Zahlen. Auch das negative Kurs-Gewinn-Verhältnis deutet auf tiefgreifende Probleme hin.
Die Mehrheit der Analysten bleibt skeptisch und rät dazu, Positionen zu reduzieren. Angesichts eines Kurses, der am Freitag bei 21,94 Euro schloss und damit weit unter dem 52-Wochen-Hoch notiert, scheint das Aufwärtspotenzial äußerst begrenzt. Anleger müssen sich fragen, ob die hohe Dividende das Risiko einer missglückten Restrukturierung wert ist.
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