Bei Kraft Heinz herrscht derzeit Uneinigkeit unter den Marktbeobachtern. Während die Investmentbank Morgan Stanley den Lebensmittelkonzern herabstuft und vor weiteren Risiken warnt, sieht das Analysehaus Morningstar im aktuellen Kursniveau eine klare Kaufgelegenheit. Für Anleger stellt sich die Frage: Handelt es sich bei der Aktie um ein unterschätztes Schnäppchen oder überwiegen die operativen Probleme unter dem neuen CEO?
Druck von der Wall Street
Die Skepsis institutioneller Adressen nahm zuletzt zu. Morgan Stanley senkte das Votum am 16. Januar auf „Underweight“ und setzte das Kursziel auf 24 USD fest. Die Analysten begründen diesen Schritt mit Bedenken hinsichtlich der Preissetzungsmacht und des Volumenwachstums. Diese vorsichtige Haltung spiegelt sich auch bei UBS und Wells Fargo wider, die ebenfalls keine Kaufempfehlungen aussprechen.
Zusätzlich zeigen Marktdaten, dass sich institutionelle Investoren von Anteilen trennen. Große Adressen wie Manning & Napier sowie Sumitomo Mitsui reduzierten ihre Positionen, was den Verkaufsdruck auf den Titel erhöhte.
Gegenstimme sieht Unterbewertung
Ein gänzlich anderes Bild zeichnet jedoch eine aktuelle Analyse von Morningstar. In einem am heutigen Samstag veröffentlichten Bericht wird Kraft Heinz als einer von 33 Titeln gelistet, die derzeit signifikant unter ihrem fairen Wert notieren sollen. Die Experten argumentieren, dass der Markt auf kurzfristige Gegenwinde überreagiert und die Aktie im defensiven Sektor attraktives Aufholpotenzial bietet.
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Herausforderndes Marktumfeld
Die Diskrepanz der Meinungen trifft auf einen Sektor im Wandel. Auch Wettbewerber Conagra Brands sah sich zuletzt mit Kurszielsenkungen konfrontiert, da preissensible Verbraucher zunehmend auf Preiserhöhungen verzichten – ein Trend, der auch bei Kraft Heinz zu rückläufigen Umsätzen führte. Dass Investoren in diesem Umfeld sehr selektiv vorgehen, zeigt die zeitgleiche Hochstufung von PepsiCo durch BNP Paribas.
Steven A. Cahillane, der das Amt des CEO offiziell am 1. Januar 2026 übernahm, steht somit direkt vor einer Bewährungsprobe. Er muss Strategien entwickeln, um trotz der Konsumzurückhaltung Wachstum zu generieren.
Blick auf die Zahlen
Investoren dürften nun auf den Bericht zum vierten Quartal 2025 warten, um Klarheit über die fundamentale Entwicklung zu erhalten. Aktuell notiert die Aktie bei 24,24 USD und hat sich damit deutlich von ihrem 52-Wochen-Tief bei 20,54 USD gelöst. Ob sich diese Erholung fortsetzt oder die Skepsis der Investmentbanken die Oberhand gewinnt, wird maßgeblich von den kommenden operativen Signalen abhängen.
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