Der südkoreanische Aktienmarkt erlebt dieser Tage eine Achterbahnfahrt — und der Auslöser sitzt weit weg, in den Wüsten des Nahen Ostens.
Am Mittwoch noch sprangen die Kurse kräftig nach oben: Der KOSPI legte bis zu 2,8 Prozent zu, der technologielastige KOSDAQ gewann rund 2,6 Prozent. Hoffnungen auf eine mögliche Deeskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hatten die Kauflaune beflügelt. Chipgigant SK Hynix schoss dabei um mehr als 5 Prozent in die Höhe.
Gegenwind am Donnerstag
Doch die Erholung hielt nicht. Am Donnerstag gehörte der KOSPI zu den schwächsten Märkten Asiens und gab die Gewinne mit einem Minus von 2,8 Prozent wieder vollständig ab.
Der Grund: Teheran ließ verlauten, das amerikanische 15-Punkte-Waffenstillstandsangebot zwar prüfen zu wollen — direkte Gespräche mit Washington lehnt man aber weiterhin kategorisch ab. Gleichzeitig sperrte der Iran die Straße von Hormus weiter ab, über die rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen fließen. Das trifft Südkorea besonders hart: Als stark energieimportabhängige Volkswirtschaft reagieren die Märkte dort äußerst empfindlich auf Verwerfungen an den Rohstoffmärkten.
Inflation als zweite Front
Was die Lage zusätzlich verkompliziert: Der Konflikt befeuert die Inflationsängste. Steigende Energiepreise könnten Zentralbanken rund um den Globus zu einer strafferen Geldpolitik zwingen — ein Szenario, das Wachstumshoffnungen dämpft und Risikoassets belastet.
Japan reagierte bereits mit der Freigabe von rund 80 Millionen Barrel aus seinen nationalen Notfallreserven. Ähnliche Schritte anderer Volkswirtschaften folgen. Eine rasche Entlastung an den Ölmärkten ist das bislang aber nicht.
Der Krieg tritt nun in seine vierte Woche ein. Solange keine handfeste Einigung in Sicht ist, dürfte der KOSPI weiter im Schlepptau der Nahostmeldungen bleiben — mit allen Schwankungen, die das mit sich bringt.
Stand heute, 19. Oktober: KOSPI – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in KOSPI investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 19. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
