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Symbolbild, KI-generiert

KOSPI: SK Hynix Nasdaq-Listing am 10. Juli

Südkoreas Leitindex KOSPI erholt sich mit einem Plus von 5,76 Prozent, bleibt aber auf Monatssicht im Minus. Gehebelte ETFs gelten als Verstärker der extremen Kursschwankungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KOSPI schließt mit 5,76 Prozent im Plus
  • Gehebelte ETFs als Treiber der Volatilität
  • Samsung und SK Hynix legen deutlich zu
  • Historisch niedrige Bewertung des Index

Südkoreas Aktienmarkt erlebt Tage extremer Anspannung. Nach dem heftigen Kurssturz vom Donnerstag stemmten sich Käufer am Freitag mit Macht gegen den Abverkauf. Der Leitindex KOSPI verzeichnete eine der volatilsten Sitzungen seiner Geschichte.

Kampf um die Bewertung

Der KOSPI beendete den Handel am Freitag bei 8.088,34 Punkten. Das entspricht einem Plus von 5,76 Prozent. In der Spitze bewegte sich der Index in einer gewaltigen Spanne von 758 Punkten.

Hinter den Kulissen tobt ein Kampf um faire Preise. Trotz der jüngsten Erholung steht auf Sicht von 30 Tagen ein Minus von 6,38 Prozent. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 47,5 eine neutrale Lage.

Ursachen der Instabilität

Die extremen Ausschläge haben einen technischen Hintergrund. Experten sehen gehebelte ETFs auf Einzelaktien als Brandbeschleuniger. 16 dieser Produkte kamen erst Ende Mai auf den Markt.

Das tägliche Handelsvolumen dieser Instrumente liegt bei rund zehn Billionen Won. Die Absicherungskäufe der Anbieter verstärken jeden Trend massiv. Dies trieb die Zahl der Handelsunterbrechungen im ersten Halbjahr auf ein Rekordniveau.

Inländische Institute nutzten die niedrigen Kurse für Zukäufe. Sie investierten netto 4,4 Billionen Won in den Markt. Vor allem die Schwergewichte Samsung und SK Hynix standen auf den Kauflisten.

SK Hynix kletterte um fast elf Prozent nach oben. Samsung Electronics legte parallel dazu um 8,22 Prozent zu. Dennoch bleiben die Bewertungen historisch niedrig.

Die Bewertung des Index liegt aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,65. Solche Werte verzeichnete der Markt zuletzt während der Finanzkrise 2008. Analysten werten dies als mögliches Signal für eine Bodenbildung.

Die kommende Super-Woche

Nun richtet sich der Blick auf eine Reihe wichtiger Termine. Die nächsten Tage entscheiden darüber, ob die Erholung nachhaltig ist.

  • 7. Juli: Vorläufige Quartalszahlen von Samsung Electronics.
  • 9. Juli: Veröffentlichung des Protokolls der US-Notenbanksitzung (FOMC).
  • 10. Juli: Geplantes Nasdaq-Listing von SK Hynix (ADRs).

Der Markt erwartet bei Samsung einen operativen Gewinn von etwa 8,5 Billionen Won. Das Listing von SK Hynix an der Nasdaq könnte zusätzliche Liquidität bringen. Die Unterstützung bei 7.500 Punkten bleibt die entscheidende Marke für den KOSPI.

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