Startseite » Asien-Märkte » KOSPI: 6,17-Prozent-Absturz nach Zinsschock

KOSPI: 6,17-Prozent-Absturz nach Zinsschock

Südkoreas Leitindex KOSPI erlebt mit einem Minus von 6,17% den schwersten Einbruch seit Jahren. Zinserhöhung und schwache Chip-Aktien sind die Hauptgründe.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schwerster Handelstag seit Jahren
  • Leitzins auf 2,75 Prozent erhöht
  • SK Hynix verliert über elf Prozent
  • Unterstützung bei 6.730 Punkten bedroht

Der südkoreanische Leitindex KOSPI erlebte am Donnerstag seinen schwärzesten Handelstag seit Jahren. Ein unerwarteter Zinsschritt der Notenbank und ein globaler Ausverkauf bei Chip-Aktien schickten das Börsenbarometer auf Talfahrt. Am Ende des Tages verzeichnete der Markt ein Minus von 6,17 Prozent.

Zins-Schock in Seoul

Die Bank of Korea riss das Ruder überraschend herum. Die Währungshüter hoben den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent an. Es war die erste Zinserhöhung seit mehr als drei Jahren. Die Notbank reagiert damit auf den schwachen Won und die steigende Verschuldung der privaten Haushalte. An der Börse löste die Nachricht Panik aus. Höhere Zinsen verteuern Kredite und schmälern die Attraktivität von Aktien gegenüber Anleihen.

Halbleiter-Giganten unter Druck

Parallel dazu geriet der für Südkorea lebenswichtige Chip-Sektor unter massiven Beschuss. Schwache Vorgaben aus den USA und Sorgen über eine abkühlende KI-Nachfrage belasteten die Schwergewichte schwer. Die Aktie von SK Hynix stürzte um über elf Prozent ab. Branchenprimus Samsung Electronics büßte fast neun Prozent ein. Verschärft wurde die Lage durch die Finanzaufsicht FSC. Diese schränkte zeitgleich den Zugang zu spekulativen Halbleiter-ETFs ein, was die Liquidationen weiter beschleunigte.

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben zudem die Sorge vor einer anhaltenden Energieinflation. Dies engt den Handlungsspielraum der regionalen Zentralbanken weiter ein. Technisch notiert der KOSPI nun tief im roten Bereich, weit unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 8.098,18 Punkten. Die Volatilität ist derweil auf einen Wert von über 67 Prozent hochgeschnellt.

Anleger warten nun auf die Quartalszahlen des Halbleiter-Riesen TSMC aus Taiwan. Diese Daten gelten als entscheidender Indikator für den gesamten Sektor. Sollten die Ergebnisse enttäuschen, dürfte der KOSPI die psychologisch wichtige Unterstützung bei 6.730 Punkten erneut testen.

Anzeige

KOSPI: Kaufen oder verkaufen?! Neue KOSPI-Analyse vom 16. Juli liefert die Antwort:

Die neusten KOSPI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KOSPI-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

KOSPI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu KOSPI

KOSPI Chart