Morgan Stanley festigt seine Position bei Kontron. Während der Großaktionär Ennoconn nach der Macht greift, sichert sich die US-Investmentbank ein größeres Stück vom IoT-Spezialisten. Das Timing ist kein Zufall.
Meldeschwelle überschritten
Die US-Bank hält nun 8,12 Prozent der Stimmrechte an dem österreichischen Technologiekonzern. Damit überschritt Morgan Stanley am 10. Juni die wichtige Schwelle von 8 Prozent. Der strategische Aufbau der Position signalisiert Vertrauen in die langfristige Entwicklung des Internet-of-Things-Marktes.
Der Großteil der Beteiligung entfällt mit 7,93 Prozent auf Finanzinstrumente. Lediglich 0,20 Prozent der Stimmrechte hält die Bank direkt. Im Vergleich zur letzten Meldung sank der direkte Anteil geringfügig, während das Gesamtpaket durch die Instrumente stabil blieb.
Tauziehen um den Übernahmepreis
Das Manöver fällt in eine kritische Phase für die Aktionäre. Der Großaktionär Ennoconn bietet aktuell 23,50 Euro je Aktie im Rahmen eines Pflichtangebots. Analysten kritisieren diesen Preis seit Wochen als zu niedrig. Der Markt stützt diese Skepsis. Die Aktie schloss zuletzt bei 23,58 Euro und notiert damit über dem Gebot aus Taiwan.
Charttechnik und Termine
An der Börse zeigt der Trend nach oben. Das Papier notiert deutlich über dem 50-Tage-Schnitt von 22,08 Euro. Auch die 200-Tage-Linie bei 23,19 Euro hat der Kurs hinter sich gelassen. Dennoch bleibt Luft nach oben: Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 28,66 Euro.
Im laufenden Monat Juni entscheidet sich die weitere Richtung auf der Hauptversammlung. Dort wird das Management die Strategie für das zweite Halbjahr konkretisieren. Im Juli folgt der Ex-Dividenden-Termin, der für kurzfristig orientierte Anleger den nächsten Fixpunkt markiert.
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