Goldman Sachs setzt auf Kontron. Die US-Investmentbank überschritt Anfang Juni die Meldeschwelle von fünf Prozent. Parallel dazu treibt der Technologiekonzern sein Rückkaufprogramm weiter voran. Das sorgt für Bewegung an der Börse.
Die Aktie notiert am Montag bei 23,24 Euro – ein Plus von knapp einem Prozent. Damit liegt der Kurs nahe am 200-Tage-Durchschnitt von 23,22 Euro. Der RSI von 57,7 signalisiert eine neutrale Verfassung ohne Überhitzung.
Institutioneller Rückenwind
Die Goldman-Sachs-Gruppe hält nun 5,03 Prozent der Kontron-Stimmrechte. Der Löwenanteil von 4,77 Prozent liegt in Finanzinstrumenten, nur 0,25 Prozent in Direktbeständen. In der vorherigen Meldung waren es noch 4,40 Prozent.
Ein klares Signal: Große Adressen sehen Potenzial in dem TecDax-Konzern. Oder sie positionieren sich strategisch für das, was noch kommen könnte.
Rückkauf läuft auf Hochtouren
Kontron bleibt indes nicht untätig. Im Rahmen des laufenden Programms kaufte der Konzern zwischen dem 1. und 5. Juni weitere rund 99.000 eigene Aktien. Der Durchschnittskurs: 23,38 Euro.
Seit Programmstart im März sind es insgesamt 1,37 Millionen zurückgekaufte Aktien. Das Management setzt überschüssige Liquidität gezielt ein – zur Kurspflege und zur Optimierung der Kapitalstruktur.
Passiver Druck auf die Ennoconn-Schwelle
Die Rückkäufe haben einen Nebeneffekt. Sie verringern die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien. Damit steigt der Anteil des Großaktionärs Ennoconn passiv. Könnte er die kritische 30-Prozent-Marke erreichen, wäre ein Pflichtangebot fällig.
Der Aktienkurs notiert derzeit bei 23,24 Euro – knapp unter der 23,50-Euro-Marke, die zuletzt im Zusammenhang mit einem potenziellen Ennoconn-Angebot diskutiert wurde.
Hauptversammlung als nächster Fixpunkt
Für den Juni richten sich die Blicke auf die Hauptversammlung. Dort entscheiden die Aktionäre über die Gewinnverwendung und strategische Weichenstellungen. Die Kombination aus institutionellem Einstieg und Rückkauf-Support gibt dem Kurs derzeit eine solide Basis oberhalb der 23-Euro-Marke.
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