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Symbolbild, KI-generiert

Kongsberg: Polen-Auftrag für Satellitendaten

Kongsberg Gruppen erhält Auftrag für eine Satelliten-Bodenstation in Polen und baut seine Position im Bereich komplexer Empfangssysteme aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bodenstation für Wetterdaten in Kraków
  • Installation für Herbst 2026 geplant
  • Mehrzwecklösung für verschiedene Satelliten
  • Starkes Quartal mit Umsatzplus von 26%

Kongsberg Gruppen hat einen neuen Auftrag aus Polen an Land gezogen. Das norwegische Technologieunternehmen liefert eine moderne Bodenstation für Satellitendaten an das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft in Kraków. Der Deal stärkt ein Geschäftsfeld, das für Wetter- und Umweltbeobachtung ebenso wichtig ist wie für den breiteren Raumfahrt- und Sicherheitseinsatz.

Die Anlage soll im Herbst 2026 installiert werden. Zum Paket gehören Antennensysteme sowie Software und Werkzeuge für Empfang, Verarbeitung und Verteilung der Daten. Für Kongsberg ist das mehr als ein einzelner Projektverkauf. Der Konzern baut damit seine Position bei komplexen Empfangs- und Auswertungssystemen weiter aus.

Flexible Station für mehrere Missionen

Die neue Bodenstation ist als Mehrzwecklösung ausgelegt. IMGW kann damit Daten von verschiedenen Satelliten verarbeiten, darunter die Copernicus-Sentinel-Missionen sowie meteorologische Programme wie SNPP, JPSS, METOP und EPS-SG.

Hinzu kommt eine einjährige Garantie auf Geräte und Dienstleistungen. Kongsberg verweist zudem auf die eigene MEOS™-Technologie, die Antennentechnik, Signalverarbeitung und skalierbare Software für Erfassung, Archivierung, Analyse und Verteilung bündelt. Das System soll damit nicht nur empfangen, sondern die Daten auch direkt für den operativen Einsatz nutzbar machen.

Der Auftrag knüpft an eine frühere MEOS™-Lieferung in Polen aus dem Jahr 2020 an. Diese läuft seit Jahren im Betrieb und wird durch einen fünfjährigen Service- und Supportvertrag begleitet. Genau diese Kontinuität dürfte für den neuen Zuschlag mitgeholfen haben.

Rückenwind aus mehreren Geschäften

Der Satellitenauftrag passt in ein starkes erstes Quartal 2026. Der Umsatz legte um 26 Prozent auf 9,2 Milliarden norwegische Kronen zu. Beim Auftragseingang meldete Kongsberg 27 Milliarden Kronen.

Parallel dazu erhielt der Konzern am 22. Mai sieben Projekte im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds. Außerdem erreichte Kongsberg einen weiteren Meilenstein im Bereich Telemetry, Tracking & Command: 200 vertraglich gebundene TT&C-Einheiten, davon 142 bereits im Orbit im Betrieb.

Für den Markt ist das ein klares Signal: Kongsberg sammelt Aufträge in mehreren Hightech-Bereichen ein und verbindet Raumfahrt, Umwelttechnik und Verteidigung zu einem breiten Geschäftsmodell. Der neue Vertrag in Kraków dürfte deshalb weniger als Einzelmeldung wirken, sondern eher als weiterer Baustein in einer Serie operativer Fortschritte.

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