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Symbolbild, KI-generiert

Kongsberg: 100 Milliarden Kronen bis 2029

Kongsberg treibt Verteidigungsprojekte voran, während der Aktienkurs fällt. Anleger bewerten langfristige Ziele gegen die jüngste Korrektur.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Meilenstein im polnischen SAN-Programm
  • Neue unbemannte Fahrzeuge von Patria
  • Umsatz soll sich bis 2029 verdreifachen
  • Aktie verliert über acht Prozent

Kongsberg Gruppen treibt die Expansion im Verteidigungssektor massiv voran. Während neue Großprojekte in Europa Gestalt annehmen, steht der Aktienkurs unter Druck. Anleger wägen derzeit zwischen langfristigen Wachstumszielen und der jüngsten Kurskorrektur ab.

Meilenstein in Polen

In Polen hat das Unternehmen einen wichtigen technischen Meilenstein erreicht. Für das milliardenschwere SAN-Programm zur Drohnenabwehr wählte Kongsberg nun spezialisierte Radarsensoren des Anbieters Metis aus. Diese Technik soll die 18 bestellten Abwehrbatterien ergänzen.

Das SAN-Programm hat ein Volumen von über einer Milliarde Pfund. Kongsberg führt das Konsortium gemeinsam mit dem polnischen Partner PGZ an. Ziel ist ein mehrschichtiges Abwehrsystem gegen moderne Luftbedrohungen.

Parallel dazu zeigt die Tochtergesellschaft Patria auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris neue Hardware. Gemeinsam mit der RENK Group wurde ein schweres, unbemanntes Kettenfahrzeug präsentiert. Das System basiert auf der TRACKX-Plattform.

Das Fahrzeug wiegt bis zu 15,5 Tonnen und erreicht 80 km/h. Es soll autonome Transporte und Kampfunterstützung ermöglichen, ohne Soldaten zu gefährden. Kongsberg hält 49,9 Prozent an Patria und setzt damit verstärkt auf unbemannte Landsysteme.

Ehrgeizige Umsatzziele

Finanziell hat sich der Konzern hohe Hürden gesetzt. Bis 2029 soll der Umsatz auf 100 Milliarden Norwegische Kronen steigen. Das wäre fast eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.

Der Auftragsbestand stützte diese Prognose zuletzt mit 152 Milliarden Kronen. Dennoch verlor die Aktie innerhalb einer Woche über acht Prozent. Mit 26,00 Euro notiert das Papier deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Die Neuausrichtung zum reinen Rüstungs- und Technologiekonzern ist fast abgeschlossen. Nach der Abspaltung der Schifffahrtssparte im Frühjahr konzentriert sich Kongsberg nun auf das Kerngeschäft. Aktuell liegt der Kurs rund 33 Prozent unter dem April-Hoch von 39,28 Euro.

Marktbeobachter achten nun auf die Integration der US-Firma Zone 5 Technologies. Diese Übernahme soll den Zugang zum amerikanischen Markt für autonome Munition ebnen. Am Erfolg dieser Integration wird sich messen, ob Kongsberg die ehrgeizigen Ziele für 2033 erreichen kann.

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