Konecranes durchlebt eine schwierige Phase. Die Aktie des finnischen Kran- und Hafenlogistik-Spezialisten fiel am Dienstag um 2,43 Prozent auf 27,26 Euro. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der Ende April begann. Die technische Verfassung gibt Anlass zur Sorge.
Der Kurs unterschritt die wichtige 38-Tage-Linie – ein Signal, das charttechnisch orientierte Anleger aufmerksam werden lässt. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei annualisierten 34,65 Prozent. Der RSI steht bei 44,4 Punkten. Das deutet auf eine neutral bis schwächelnde Dynamik hin. Noch ist der Wert nicht überverkauft. Aber die Richtung stimmt nicht.
Geschäft läuft, Aktie leidet
Die jüngste Schwäche hat Ursachen. Am 23. April legte das Management Quartalszahlen vor: Rekordmargen beim Gewinn – aber sinkende Verkaufsmengen. Die Börse quittierte das mit einem zweistelligen Minus.
Hinzu kommt ein technischer Eingriff. Die Hauptversammlung im März genehmigte einen Aktiensplit im Verhältnis 2:1. Insgesamt kamen mehr als 158 Millionen neue Aktien ohne Zahlung in den Markt. Die gesamte Aktienzahl stieg auf rund 238 Millionen Stück. Solche Kapitalmaßnahmen verwirren oft kurzfristig. Anleger sortieren sich neu, der Kurs sucht sein Gleichgewicht.
Aufträge gibt es reichlich. Im Mai erhielt Konecranes einen 51,2 Millionen Dollar schweren US-Marine-Auftrag für einen schweren Portaljib-Kran. Dazu kommt ein Auftrag aus der Republik Kongo: elf Gabelstapler und ein mobiler Hafenkran.
Das Management setzt parallel auf neue Produkte. Unter CEO Markus Tulokas startete die modulare „Generation D“–Staplerplattform. Sie erfüllt neue Regulierungsvorgaben und soll die Terminal-Automatisierung beschleunigen.
Ausblick: Wichtige Termine im Sommer
Für die kommenden Wochen sind mehrere Termine gesetzt. Ende Juni nimmt Konecranes am MyAERO Summit teil. Im Juli startet eine neue Periode des Aktiensparplans für Mitarbeiter. Der Halbjahresbericht wird ebenfalls im Juli erwartet.
Die Prognose für 2026 steht: Nettoerlöse und vergleichbare EBITA-Marge sollen auf Vorjahresniveau bleiben. Kein Wachstumssignal – aber auch kein Absturz. Die Frage ist, ob die Aktie das technische Tief schnell hinter sich lässt oder sich die Talfahrt fortsetzt. Das dürfte der Halbjahresbericht im Juli zeigen.
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