Knorr-Bremse trennt sich von einem traditionsreichen Geschäftsbereich. Der Konzern verkauft Merak, seine weltweite Sparte für Klimasysteme in Schienenfahrzeugen, an die Private-Equity-Gesellschaft OpenGate Capital. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.
Merak beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter und dürfte in diesem Jahr einen Umsatz von 360 Millionen Euro erwirtschaften. Das im spanischen Getafe ansässige Unternehmen gilt mit über 60 Jahren Erfahrung als etablierter Anbieter von Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik für Züge, mit Standorten in Spanien, Österreich, Australien, den USA, China und Indien. Der Abschluss der Transaktion wird zum Jahresende erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Fokus auf Kerngeschäft
Der Verkauf ist Teil des Strategieprogramms Boost, mit dem Knorr-Bremse sein Portfolio strafft. Der Konzern will sich künftig stärker auf technologische Kernkompetenzen und profitables Wachstum konzentrieren. Management-seitig erwartet man, dass sich die Transaktion positiv auf die operative EBIT-Marge der Sparte Knorr-Bremse Rail und damit auf den gesamten Konzern auswirkt.
Für OpenGate Capital ist der Deal ein weiterer Baustein in einer langen Reihe von Firmenübernahmen. Die auf komplexe Unternehmensausgliederungen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 40 Plattform-Akquisitionen in Europa und Nordamerika abgeschlossen. Beraten wurde OpenGate bei der Transaktion von Macquarie Capital und der Kanzlei McDermott Will Schulte.
Für Knorr-Bremse markiert der Abschied von Merak einen weiteren Schritt in der Portfoliobereinigung, die den Konzern schlanker und margenstärker machen soll. Ob und wann ein Kaufpreis öffentlich wird, bleibt bislang offen — Details zur finanziellen Dimension des Deals nannte das Unternehmen nicht.
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