Kurz vor einem möglichen Börsengang räumt KNDS eine wichtige regulatorische Hürde aus dem Weg. Das Bundeskartellamt hat das geplante 50/50-Joint-Venture zwischen KNDS Deutschland und dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems Land am 30. April 2026 ohne Auflagen freigegeben.
Das gemeinsame Unternehmen trägt den Namen EuroPULS GmbH, hat seinen Sitz in Kassel und richtet sich gezielt auf den Bedarf europäischer Streitkräfte im Bereich Raketenartillerie aus. Behördenpräsident Andreas Mundt begründete die unkomplizierte Freigabe damit, dass die Partner keine engen Wettbewerber seien, sondern komplementäre Fähigkeiten zusammenbrächten.
Bewährte Technologie, europäisch angepasst
Das EuroPULS-System kombiniert Elbits PULS-Raketenwerfer mit KNDS-Feuerleitttechnologie. Der radbasierte, lkw-montierte Mehrfachraketenwerfer verschießt gelenkte Raketen auf bis zu 300 Kilometer Reichweite. Die Basis bildet Elbits bewährtes PULS-Design, das seit einem Kooperationsvertrag von 2023 für den europäischen Markt angepasst und lokal gefertigt wird.
Deutschland hat im Rahmen eines Regierungsabkommens zwischen den Niederlanden und Israel bereits fünf Erstserien-Werfer bestellt, Lieferung und Qualifizierung sind für 2027 geplant. Darüber hinaus soll die Bundeswehr rund 500 MARS-3-Raketenwerfer beschaffen — ein Begriff, der sich ebenfalls auf EuroPULS bezieht. Dieser potenzielle Rahmenvertrag wäre ein erheblicher Auftragsschub für das frisch freigegebene Joint Venture.
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Starke Zahlen, IPO im Blick
Die Kartellfreigabe fällt in eine strategisch bedeutsame Phase für KNDS. Der Konzern prüft derzeit einen Börsengang, der bis zu 5 Milliarden Euro einbringen könnte — womöglich der größte europäische Börsengang seit Jahren. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren laufen, ein Debüt noch in diesem Sommer gilt als möglich.
Den Rahmen dafür liefern starke Fundamentaldaten. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte KNDS einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro — mehr als 40 Prozent über dem Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte auf rund 23,5 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg auf 3,8 Milliarden Euro, nach 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2023.
Die Jahresabschlüsse für 2025 sollen noch im Mai 2026 vorliegen. Institutionelle Investoren, die einen Einstieg vor dem IPO abwägen, werden diese Zahlen genau unter die Lupe nehmen — gerade weil die Auftragsdynamik laut KNDS auch 2025 robust geblieben ist.
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