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KNDS Aktie: London sichert sich Haubitzen

Der Rüstungskonzern KNDS sichert sich einen 53-Millionen-Pfund-Vertrag mit Großbritannien für sein Artilleriesystem RCH 155. Der Auftrag flankiert die Vorbereitungen für den Börsengang im Sommer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Großbritannien ordert Vorproduktion für 37 Haubitzen
  • RCH 155 gilt als Rückgrat der britischen Artillerie
  • US-Army prüft System als Ersatz für M777
  • Börsengang für Juni oder Juli 2026 geplant

Der geplante Börsengang des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS nimmt weiter Form an. Während das Management die Notierung für den Sommer vorbereitet, füllen internationale Großaufträge für das Artilleriesystem RCH 155 die Auftragsbücher. Jüngster Beleg für die hohe Nachfrage ist ein neuer Millionenvertrag mit der britischen Armee, der die langfristige Ausrichtung der Streitkräfte unterstreicht.

Britische Armee baut auf RCH 155

Die europäische Beschaffungsbehörde OCCAR hat im Namen Großbritanniens einen Vertrag über 53 Millionen Pfund an das Joint Venture ARTEC vergeben. Die Vereinbarung umfasst die Vorproduktion von Kernkomponenten für 37 RCH-155-Haubitzen, darunter Geschützrohre und Rückstoßsysteme. Dieser Schritt folgt auf einen ersten Auftrag vom vergangenen Dezember und zementiert die Entscheidung Londons, das System als Rückgrat seiner zukünftigen Artillerie zu etablieren. Ein Teil der Gelder fließt direkt in den Aufbau einer neuen Produktionsstätte im britischen Telford, was die lokale Lieferkette stärken soll.

Bewährt im Einsatz, begehrt in Washington

Ein wesentlicher Treiber für das internationale Interesse ist die technologische Ausrichtung der RCH 155. Als weltweit einzige radgestützte Haubitze kann sie während der Fahrt präzise feuern. Diese Mobilität hat sich bereits unter realen Bedingungen bewährt, da die Ukraine aktuell 54 dieser Systeme zur Abwehr feindlicher Artillerie einsetzt.

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Die Leistungsdaten wecken inzwischen auch jenseits des Atlantiks Begehrlichkeiten. KNDS bewirbt sich gemeinsam mit dem US-Partner Leonardo DRS um einen lukrativen Vertrag der US Army. Das amerikanische Militär sucht einen Ersatz für seine gezogenen M777-Haubitzen und plant, bis Juli dieses Jahres eine Entscheidung zu treffen. Ein Zuschlag in den USA wäre ein bedeutender strategischer Erfolg für das europäische Konsortium im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Rheinmetall oder Hanwha.

Volle Auftragsbücher stützen Börsenpläne

Das wachsende Kundennetzwerk flankiert die ehrgeizigen Finanzziele des Unternehmens. Erst im vergangenen Dezember bestellte die Bundeswehr 84 Einheiten für rund 1,2 Milliarden Euro, basierend auf einem Rahmenvertrag über bis zu 500 Systeme. Diese Dynamik spiegelt sich in den Büchern wider: KNDS verzeichnete 2024 einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro und baute den Auftragsbestand auf 23,5 Milliarden Euro aus.

CEO Jean-Paul Alary bekräftigte kürzlich, dass der geplante Börsengang trotz politischer Diskussionen über eine mögliche deutsche Staatsbeteiligung exakt im Zeitplan liegt. Bankenkreise erwarten das Dual Listing in Paris und Frankfurt für Juni oder Juli dieses Jahres. Bei einer anvisierten Bewertung von rund 20 Milliarden Euro sollen dabei etwa 25 Prozent der Anteile in den Streubesitz übergehen.

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