Der europäische Rüstungskonzern KNDS hält am Zeitplan für seinen Börsengang fest. CEO Jean-Paul Alary bestätigte am Freitag, dass die Vorbereitungen für das IPO planmäßig laufen. Parallel läuft eine umfassende Umstrukturierung der staatlichen Eigentümerschaft zwischen Berlin und Paris.
Rekordjahr treibt Kapitalmarktpläne
Die Zahlen für 2025 liefern Rückenwind. KNDS erzielte einen konsolidierten Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Der Auftragseingang kletterte auf ein historisches Hoch von 13,5 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand summiert sich mittlerweile auf 33,1 Milliarden Euro.
Das Unternehmen strebt eine Doppelnotierung in Frankfurt und Paris an. Ziel ist es, von der anhaltenden Nachfrage nach Landsystemen in den NATO-Staaten zu profitieren.
Staatsquoten im Umbau
Der Börsengang ist eng mit einer Neuordnung der binationalen Eigentümerstruktur verknüpft. Die Bundesregierung plant zunächst den Einstieg mit 40 Prozent. Innerhalb von zwei bis drei Jahren soll diese Beteiligung auf 30 Prozent sinken.
Gleichzeitig will sich der französische Staat von seiner aktuellen 50-Prozent-Beteiligung teilweise trennen. Das Ziel: eine ausbalancierte Governance-Struktur mit gleichen Rechten für beide Nationen nach dem Gang an die Börse.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei KNDS?
Leopard-Offensive und Trophy-Standard
Operativ baut KNDS seine Position aus. Das Joint Venture EuroTrophy – bestehend aus KNDS, Rafael und GDELS – lieferte die ersten Leopard 2A8 mit Trophy-Aktivschutzsystem an Norwegen. Das System soll zum neuen Standard für Leopard-2A8-Flotten in Europa werden.
Neben Deutschland und Norwegen haben die Niederlande, Tschechien, Litauen und Kroatien die Plattform für ihre Beschaffungsprogramme vorgesehen. Das geschätzte Volumen liegt bei rund 400 Panzern.
Zusätzlich prüft KNDS eine Expansion in Spezialsegmente. Der Konzern gilt als möglicher Bieter für die Verteidigungssparte von Iveco, sollte die Agnelli-Familie den Verkauf der gesamten Iveco-Gruppe vorantreiben.
KNDS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue KNDS-Analyse vom 29. Mai liefert die Antwort:
Die neusten KNDS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für KNDS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
KNDS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
