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KNDS Aktie: Bund sichert sich 40 Prozent

Der Rüstungskonzern KNDS startet im Juni an die Börse. Berlin und Paris halten künftig gleich große Anteile am Panzerbauer.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bundesregierung steigt mit 40 Prozent ein
  • Familie Bode-Wegmann verkauft gesamten Anteil
  • Renk-Aktienverkauf bringt 262 Millionen Euro
  • Börsendebüt in Frankfurt und Paris geplant

Der Börsengang des Rüstungskonzerns KNDS rückt näher – und die politischen Hürden sind ausgeräumt. Die Bundesregierung hat ihren Einstieg offiziell besiegelt. Berlin sichert sich 40 Prozent an dem französisch-deutschen Panzerbauer, der im Juni an die Börse kommen soll. Damit steht Deutschland auf Augenhöhe mit dem französischen Staat.

Gleichberechtigte Partner

Bisher hielt Frankreich über Giat Industries 50 Prozent, die Familie Bode-Wegmann ebenfalls 50 Prozent. Nun verkauft die Familie ihren gesamten Anteil im Zuge des Börsengangs. Frankreich reduziert seinen Anteil von 50 auf 40 Prozent. Beide Länder planen, ihre Beteiligungen in den nächsten zwei bis drei Jahren auf je 30 Prozent abzubauen. Die Stimmrechte bleiben dabei gleich, um nationale Sicherheitsinteressen zu schützen.

Kasse gemacht mit Renk

Parallel dazu hat KNDS seine Bilanz gestärkt. Am 20. Mai verkaufte das Unternehmen 5,8 Millionen Aktien des Getriebespezialisten Renk über ein beschleunigten Bookbuilding-Verfahren. Der Preis lag bei rund 45,10 Euro pro Aktie – Erlös: 262 Millionen Euro.

KNDS hält nach dem Verkauf noch 10 Prozent an Renk, vorher waren es 15,8 Prozent. Das Geld fließt direkt in die Vorbereitung des Börsengangs und in Investitionen in Produktion und Innovation. Ein Unternehmenssprecher bestätigte das.

Bewertung mit Substanz

Finanzkreise bewerten KNDS mit rund 20 Milliarden Euro. Das entspricht einem Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Der Umsatz lag 2024 bei 3,8 Milliarden Euro.

Der endgültige Ausgabepreis wird im Juni vom Markt bestimmt. Die Bundesregierung steigt ohne Auf- oder Abschlag zum Marktpreis ein. Analysten sehen die staatliche Beteiligung von zunächst 80 Prozent als Stabilisierungsmaßnahme. KNDS-Aufsichtsratschef Tom Enders hat jedoch klargemacht, dass der Staat langfristig seinen Anteil reduzieren soll – für eine europäische Verteidigungskonsolidierung.

Letzte Schritte vor dem Debüt

In den kommenden Tagen stehen die nächsten Meilensteine an. Der geprüfte Jahresabschluss 2025 wird in Kürze erwartet. Dann folgt der offizielle Börsenprospekt. Der duale Börsengang in Frankfurt und Paris ist für Mitte Juni geplant – pünktlich zur Rüstungsmesse Eurosatory.

Der Aufsichtsrat soll zudem eine neue Governance-Struktur für das börsennotierte Unternehmen verabschieden. Neu dabei: Christian Schulz, der bereits Erfahrung mit den Börsengängen von Renk und Traton mitbringt.

KNDS positioniert sich als europäischer Rüstungsschwergewicht. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen die Produktion des Leopard 2A8 und des CAESAR-Artilleriesystems hochfahren. Die Nachfrage in Europa ist ungebrochen.

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Diskussion zu KNDS

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.