Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS macht ernst mit seinen Börsenplänen. Mit der Verpflichtung der Investmentbank Lazard als strategischem Berater nimmt das Vorhaben konkrete Züge an. Ziel ist ein Doppel-Listing in Paris und Frankfurt, das frisches Kapital für den massiven Ausbau der Produktionskapazitäten in die Kassen spülen soll.
Rekordaufträge als Fundament
Für das geplante Debüt im Jahr 2026 strebt das Unternehmen eine Marktbewertung zwischen 20 und 25 Milliarden Euro an. Die Struktur eines parallelen Börsengangs in Frankreich und Deutschland soll das strategische Gleichgewicht der beiden industriellen Standbeine wahren. Gleichzeitig öffnet sich der Konzern auf diese Weise für eine breitere europäische Investorenbasis.
Das Fundament für diese ambitionierte Bewertung bilden die jüngsten Geschäftszahlen. Im Jahr 2024 kletterte der Umsatz um 15 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Der Auftragseingang erreichte mit 11,2 Milliarden Euro einen Rekordwert, was den Auftragsbestand bis zum Jahresende auf 23,5 Milliarden Euro anwachsen ließ.
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Staatlicher Einfluss und Expansion
Aktuell teilen sich der französische Staat und die deutsche Familie Bode-Wegmann die Eigentumsanteile. Der Börsengang ermöglicht den privaten deutschen Eigentümern einen teilweisen Rückzug. Vor allem aber generiert der Schritt die benötigten Mittel für den Ausbau der europäischen Produktionsstätten. Die hohe Nachfrage nach Kernprodukten wie dem Kampfpanzer Leopard 2 und dem Artilleriesystem Caesar erfordert eine rasche Skalierung der Industrieanlagen.
Um den staatlichen Einfluss auf kritische Verteidigungstechnologien langfristig abzusichern, erwägt die Bundesregierung Berichten zufolge den Erwerb einer Sperrminorität von 25,1 Prozent. Für die finanzielle Umsetzung dieser Umstrukturierung sitzt bereits seit Jahresbeginn Christian Schulz, ehemaliger Finanzchef der Renk Group, im Verwaltungsrat.
Fahrplan für das Börsendebüt
Ein genaues Datum für den Gang aufs Parkett hängt von den Marktbedingungen ab. Unternehmenskreise fassen jedoch die Rüstungsmesse Eurosatory im Juni 2026 als möglichen Zeitpunkt ins Auge. Im Vorfeld konsolidiert KNDS weiter seine Lieferketten: Erst gestern, am 6. April, schloss der Konzern die Umbenennung der frisch akquirierten Texelis Defense in KNDS Mobility ab. Diese auf Landmobilität und Antriebsstränge spezialisierte Einheit stärkt die industriellen Fähigkeiten des Unternehmens unmittelbar vor dem geplanten Schritt an die Börse.
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