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Symbolbild, KI-generiert

Klöckner & Co Aktie: Historisches Allzeithoch!

Die Klöckner-Aktie notiert deutlich über dem Angebotspreis von Worthington Steel. Anleger spekulieren auf höhere Abfindungen durch einen geplanten Beherrschungsvertrag.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs übertrifft Angebotspreis um zwölf Prozent
  • Geplanter Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
  • Worthington hält bereits 58,8 Prozent der Anteile
  • Starkes operatives Ergebnis stützt Übernahmefantasie

Die Übernahme durch Worthington Steel läuft — und der Markt schaut längst über den offiziellen Angebotspreis hinaus. Mit 12,30 Euro notiert die Aktie auf einem Drei-Jahres-Hoch, rund zwölf Prozent über dem Angebotspreis von 11,00 Euro. Das ist kein Zufall.

Warum der Markt mehr erwartet

Der Grund für den Aufschlag liegt in den Plänen, die Worthington Steel bereits am 27. März angekündigt hat: Ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) soll unmittelbar nach Vollzug der Übernahme abgeschlossen werden. Ein solcher Vertrag verpflichtet den Erwerber, außenstehenden Aktionären gesetzlich festgelegte Ausgleichs- und Abfindungsleistungen anzubieten — deren Höhe auf Basis einer Unternehmensbewertung festgelegt wird. Anleger spekulieren darauf, dass diese Bewertung über dem bisherigen Angebotspreis liegen wird.

Worthington hält nach Ablauf der regulären Annahmefrist am 26. März rund 58,8 Prozent des Klöckner-Grundkapitals — knapp über der Mindestschwelle von 57,5 Prozent. Die weitere Annahmefrist läuft noch bis zum 14. April um Mitternacht. Mit der gesicherten Mehrheit gilt die Zustimmung der Hauptversammlung zum BGAV als Formsache, auch wenn ein konkreter Termin noch nicht feststeht.

Squeeze-out und operative Stärke im Blick

Mittelfristig stehen weitere strukturelle Maßnahmen im Raum. Worthington prüft nach eigenem Bekunden ein mögliches Delisting sowie einen Squeeze-out der verbleibenden Minderheitsaktionäre — abhängig von Marktbedingungen und Annahmequote. Für Worthington selbst ist die strategische Dimension enorm: Die Transaktion würde den US-Konzern zum zweitgrößten Stahl-Service-Center-Konzern Nordamerikas machen und seinen Umsatz auf rund 9,5 Milliarden US-Dollar nahezu verdreifachen.

Das operative Fundament von Klöckner unterstützt die Übernahmefantasie. Das EBITDA vor Sondereffekten stieg 2025 auf 171 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro im Vorjahr. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Anstieg — und für das erste Quartal ein EBITDA zwischen 20 und 60 Millionen Euro.

Im Mai stehen die nächsten konkreten Meilensteine an: die Quartalsmitteilung zum ersten Quartal sowie die ordentliche Hauptversammlung, auf der Details zur Integration unter Worthington-Führung erwartet werden. Der regulatorische Vollzug der Übernahme ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.

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