Mit dem Ende der Annahmefrist ist die Übernahme durch Worthington Steel besiegelt — doch für die verbliebenen Minderheitsaktionäre beginnt jetzt die eigentlich entscheidende Phase. Klöckner & Co hat per Ad-hoc-Mitteilung vom Freitag angekündigt, dass der US-Konzern einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (DPLTA) anstrebt.
Worthington sichert sich die Mehrheit
Bis zum Ablauf der verlängerten Annahmefrist am 26. März wurden 49,44 % der Klöckner-Aktien in das Angebot eingebracht. Zusammen mit bereits gehaltenen Anteilen und Finanzinstrumenten kommt Worthington Steel damit auf eine Beteiligung von voraussichtlich 58,78 % — und übersteigt damit die im März gesenkte Mindestschwelle von 57,5 % deutlich. Möglich wurde dies unter anderem durch Großaktionär Friedhelm Loh, der seinen Anteil von rund 41,5 % ebenfalls andiente.
Das ursprüngliche Barangebot lag bei 11,00 Euro je Aktie. Der Kurs notiert mittlerweile spürbar darüber: Am Freitag stieg das Papier auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 12,10 Euro.
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Was Minderheitsaktionäre jetzt erwartet
Der Markt preist offenbar ein, dass die im Rahmen des Beherrschungsvertrags festzusetzende Barabfindung über dem ursprünglichen Übernahmepreis liegen könnte. Diese Erwartung ist nicht unbegründet: Die Bewertung für einen DPLTA gewichtet typischerweise die aktuelle Ertragslage und künftige Cashflows stärker als ein reiner Übernahmekurs. Klöckner & Co hatte für das Geschäftsjahr 2025 eine Steigerung des operativen Ergebnisses gemeldet — ein Faktor, der die Gutachter bei ihrer Bewertung berücksichtigen müssen.
Minderheitsaktionäre haben nach Abschluss des Vertrags Anspruch auf eine jährliche Garantiedividende sowie ein Abfindungsangebot in bar. Beide Beträge werden erst nach Abschluss der unabhängigen Unternehmensbewertung feststehen.
Hauptversammlung noch ohne Termin
Der Beherrschungsvertrag bedarf der Zustimmung der Klöckner-Hauptversammlung. Angesichts der neuen Mehrheitsverhältnisse gilt diese als Formsache. Ein konkreter Termin steht allerdings noch nicht fest. Operativ soll das Unternehmen unter CEO Guido Kerkhoff vorerst eigenständig bleiben, während Synergien mit Worthington Steel schrittweise — vor allem im nordamerikanischen Markt — gehoben werden sollen. Für Aktionäre, die noch engagiert sind, bleibt die Höhe der Barabfindung der entscheidende Faktor.
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