Das Urteil im milliardenschweren Kartellrechtsstreit zwischen Klarnas Tochter PriceRunner und Google lässt länger auf sich warten. Das schwedische Patent- und Marktgericht verschob den ursprünglich für den 15. April angesetzten Urteilstermin auf den 10. Juni 2026 — mit dem knappen Verweis, man benötige mehr Zeit für die Urteilsfindung.
Was auf dem Spiel steht
Im Kern des Verfahrens steht der Vorwurf, Google habe seine Marktmacht missbraucht, um eigene Shopping-Dienste bevorzugt zu platzieren. PriceRunner fordert Schadensersatz von rund 8,3 Milliarden US-Dollar — die größte zivilrechtliche Klage dieser Art in der schwedischen Geschichte.
Klarna selbst dämpft die Erwartungen: Das Ergebnis sei schwer vorherzusagen, und selbst ein Erfolg würde durch Berufungsverfahren seitens Google sowie Vereinbarungen mit Prozessfinanzierern erheblich relativiert. Eine schnelle Auszahlung ist also auch im Erfolgsfall nicht garantiert.
Jahresbericht und Expansion
Parallel zur rechtlichen Entwicklung veröffentlichte Klarna seinen Jahresbericht 2025. Das Unternehmen wächst: 118 Millionen aktive Nutzer weltweit, täglich 3,4 Millionen Transaktionen, ein Bruttowarenvolumen von 127,9 Milliarden Dollar und ein Umsatz von 3,5 Milliarden Dollar — ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem steht unter dem Strich ein Nettoverlust von 0,79 Dollar je Aktie.
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Operativ treibt Klarna die Expansion voran. Eine erweiterte Partnerschaft mit der Douglas-Gruppe bringt zinslosen Ratenkauf ab sofort auch Kunden in Italien und Spanien.
Aktie unter Druck
An der Börse reagierten Anleger auf die Verschiebung mit einem leichten Kursplus von 0,8 Prozent im vorbörslichen Handel. Das ändert wenig am Gesamtbild: Über die vergangenen zwölf Monate verlor die Aktie rund 71 Prozent auf aktuell 13,10 Dollar. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,4 liegt nach Einschätzung einiger Analysten deutlich unter historischen Vergleichswerten — angesichts des Umsatzwachstums ein auffälliges Missverhältnis.
Bis zum 10. Juni bleibt das Verfahren gegen Google der entscheidende Unsicherheitsfaktor. Analysten rechnen in der Zwischenzeit damit, dass Klarna den Fokus auf Profitabilität legt — gestützt durch eine kürzlich abgeschlossene Risikotransfertransaktion über 1,7 Milliarden Dollar unter Führung von Värde Partners.
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