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Klarna Aktie: Urteil vertagt

Die Entscheidung im Kartellverfahren von Klarnas Tochter PriceRunner gegen Google wurde auf Juni vertagt. Parallel meldet Klarna starkes Nutzerwachstum, bleibt aber im Verlust.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Urteil im Milliardenprozess gegen Google auf Juni vertagt
  • Klarna wächst bei Nutzern und Umsatz, bleibt aber defizitär
  • Aktie verliert deutlich über die letzten zwölf Monate
  • Erweiterte Partnerschaft mit Douglas in Südeuropa

Das Urteil im milliardenschweren Kartellrechtsstreit zwischen Klarnas Tochter PriceRunner und Google lässt länger auf sich warten. Das schwedische Patent- und Marktgericht verschob den ursprünglich für den 15. April angesetzten Urteilstermin auf den 10. Juni 2026 — mit dem knappen Verweis, man benötige mehr Zeit für die Urteilsfindung.

Was auf dem Spiel steht

Im Kern des Verfahrens steht der Vorwurf, Google habe seine Marktmacht missbraucht, um eigene Shopping-Dienste bevorzugt zu platzieren. PriceRunner fordert Schadensersatz von rund 8,3 Milliarden US-Dollar — die größte zivilrechtliche Klage dieser Art in der schwedischen Geschichte.

Klarna selbst dämpft die Erwartungen: Das Ergebnis sei schwer vorherzusagen, und selbst ein Erfolg würde durch Berufungsverfahren seitens Google sowie Vereinbarungen mit Prozessfinanzierern erheblich relativiert. Eine schnelle Auszahlung ist also auch im Erfolgsfall nicht garantiert.

Jahresbericht und Expansion

Parallel zur rechtlichen Entwicklung veröffentlichte Klarna seinen Jahresbericht 2025. Das Unternehmen wächst: 118 Millionen aktive Nutzer weltweit, täglich 3,4 Millionen Transaktionen, ein Bruttowarenvolumen von 127,9 Milliarden Dollar und ein Umsatz von 3,5 Milliarden Dollar — ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem steht unter dem Strich ein Nettoverlust von 0,79 Dollar je Aktie.

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Operativ treibt Klarna die Expansion voran. Eine erweiterte Partnerschaft mit der Douglas-Gruppe bringt zinslosen Ratenkauf ab sofort auch Kunden in Italien und Spanien.

Aktie unter Druck

An der Börse reagierten Anleger auf die Verschiebung mit einem leichten Kursplus von 0,8 Prozent im vorbörslichen Handel. Das ändert wenig am Gesamtbild: Über die vergangenen zwölf Monate verlor die Aktie rund 71 Prozent auf aktuell 13,10 Dollar. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,4 liegt nach Einschätzung einiger Analysten deutlich unter historischen Vergleichswerten — angesichts des Umsatzwachstums ein auffälliges Missverhältnis.

Bis zum 10. Juni bleibt das Verfahren gegen Google der entscheidende Unsicherheitsfaktor. Analysten rechnen in der Zwischenzeit damit, dass Klarna den Fokus auf Profitabilität legt — gestützt durch eine kürzlich abgeschlossene Risikotransfertransaktion über 1,7 Milliarden Dollar unter Führung von Värde Partners.

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Diskussion zu Klarna

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.